Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1861)
- Article
- Anmerkung der Redaktion
- Date
- 1861-02-01
- Page
- 266 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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2b6 Hm. Dr. Z. Frankl'- hobcgciischeS Werk über die Mischna re. rungen endlich, um sie der Vergessenheit zu entziehen, in der Gemara schriftlich zu Protokoll gegeben wurden. Die Mischna nicht mit deren Augen anschauen wollen, die, wie Herr Frankel vornehm spricht, die אספקלריא של בעלי השם beim Verständniß der Mischna verschmähen wollen, heißt das einzige Medium verschmähen, durch welches allein ein authentisches Verständniß der Mischna möglich ist, heißt die Augen geflissentlich vor Erkenntniß der allein wissen-- schaftlich begründeten Wahrheit schließen, und sich und seine irregeführten Jünger in bodenlose, grundlose Träume ergehen. Ist die אספקלריא רבעלי השס zum Verständniß der Mischna nicht die richtige, dann wahrlich, wenn schon die Alte» sagten רבי לא שנה ר' חיוא מנלן, so sagen wir mit noch tausendfältig größerem Rechte רבינא ורב אשי לא שנו אנן מגלן! — Doch es ist Zeit diese schon ohnehin über Gebühr ausgedehnte Anmerkung für jetzt zu schließen. Wir setzen nur einige Fragmente aus einer frühern Schrift deS Herrn Frankel hierher, damit man erkenne, wie begründet die von dem Sendschreiben gegen den Herrn Frankel erhobene Anklageist, damit man erkenne, daß Herr Frankel nicht erst seit heute den sinaitischen Ursprung der mündlichen Tradition leugne, daß er nicht etwa wie ״ יוחנן כהן הגדולVierzig Jahre Hohepriester gewesen" und לבסוף נעשה צדוקי, sondern, daß schon vor zwanzig Jahre sein die Göttlichkeit der היש בעי פ leugnender Sadducäismus vollendet gewesen, daß daher die gleich bei der Begründüng des Seminars an ihn gerichteten bekannten Fragen sehr wohl berechtigt waren und Herr Frankel schon damals großes Recht hatte — so beredt — zu schweigen! ״Vorstudien zu der Septuaginta" (Leip 1841.) Vorwort S. XII, ff. Eine Entwickelungsgeschichte der Halacha dürfte wohl einen Grundstein zu dem neu vorzubcrettenden Baue bilden : und diesen zu liefern war seit mehreren Jahren der Gedanke, der meine Studien belebte. Eine Erörterung, die zeigte wie das Einzelne der Halacha ins Leben getreten und wie sie von einfachen Anfängen sich in jene reichen wildbrausenden Ströme ergoß, eine Untersuchung, durch welche erkannt würde, was jeder Zeit angehört, was ferner aus dem jedesmaligen Bedürfnisse hervorging und was der freien Forschung sein Entstehen verdankt; eine Ermittelung des Forschens der frühern und später» Zeit, die nachwiese wie Eines aus dem