Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1861)
- Article
- Anmerkung der Redaktion
- Date
- 1861-02-01
- Page
- 264 (sequence 13)
- Language
- German
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264 Hrn. vr. Z. Frankel'« hvt-cgctische« Werk über die Mischna >c. Es ist dies eben die Mischna, auf welche Jernschalmi das. und Chagiga I. Ende, wiederholt als Beispiel verwiesen wird, wie die von Nabbt in der Mischna allgemein und unmotivtrt ausgenommenen Sätze nichts als stnaitische Ueberlieferung von Moses sein, indem hier beispielsweise der in der Mischna 5 ganz unmotivtrt stehcnde Satz durch das Mischna 6 hinzugefügte Nachum'sche Zeugniß als ר!'?*'מ erläutert ist, um hieraus auf alle ähnlichen Sähe schließen zu lassen, wenn ihnen auch ein so specielles Zeugniß nicht betgefügt ist Wir müssen uns jedoch darauf gefaßt machen, daß auch diese Beweisstelle, so wie alle in dem Sendschreiben gegen seine Ansicht aus der G em ara herbeigebrachten Beweise für Herrn Frankel gar keine Beweiskraft haben. Herr Frankel macht uns nämlich bereits in diesem Theile mit dem Gedanken vertraut, daß für ihn die Erklärunzen und Auffassungen der Amoraim — dieser ja ganz eigentlichen und authentischsten Interpreten der Mischnijoth und Bareithoth — nicht maßgebend sind. Er giebt uns schon S. 31 u.s. einige Proden davon und kündigt uns S. 267 ganz naiv an: seine Borgänger in dem Versuche durch Ausstellung von ״Regeln".כללים־ zum Verständniß der Mischna einzuleiten, יסדו לרוב הכללים על פי האספקלריא ״ ,של הגמרא, וכאשר ישרה בעיני בעלי השם לפרש המשנה להלכהhätten größtentheils die Regeln nach der Anschauung der Gemara aufgestellt wie cs die Autoren derselben für Recht erkannt, die Mischna maßgebend für die Halacha zu erklären." Wenn aber Herr Frankel in dem דרך שפנה לעצמו, in dem selbstgebahnten Wege, die Misch:!« nicht nach der Anschauung der Gemara aufzufaffen und zu erläutern gedenkt, wenn er seine Schüler zu lehren wagt, daß כאשר ישדה ״ ,בעיני בעלי הש״סwie es den Autoritäten der Gemara recht erschienen." nicht die richtige Erklärung der Mischna ist, wenn er seine Schüler zu dem Hochmuthe anleitet, באספקלריא של נמרא durch die ״Brille der Gemara" die Mischna anschauen, sei ein vor dem Forum wissenschaftlicher Kritik als einseitige Kurzsichtigkeit zu verwerfender Standpunkt, so warten wir ruhig die Ergebnisse eines solchen ״kritisch wissenschaftlichen Standpunkts" in dem Verfolg seines hodogetischen Werkes ab, und sind schon ganz vorbereitet, in dem zweiten und dritten Theile mit demselben schulmeisterlichen Hoch-