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Jeschurun · 1861-02-01 · Heft 5 (Februar 1861) · p. 251

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 5 (Februar 1861)
Article
Ein Sendschreiben [Rezension]
Date
1861-02-01
Page
251 (sequence 11)
Language
German
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IRI
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von Gottlicb Fischer. 251 seien, dennoch, weil sie unbestritten feststehen und uns dafür eine begründende Herlettung fehlt, für nichts anders als wirkliche sinaitische Tradition an Moses zu halten haben, geschweige denn, daß wir nicht mit dem Herrn Frankel alle die Halachoth, die im Talmud wirklich הלבה למשה מסיני genannt werden, מפליג לרבר אחר sein und sic für etwas anders, als wirkliche Halacha 1s mosche missinai erklären! Herr Frankel citirt tiefe Worte des R. Jochanan im Jeruschalmi selbst S. 12, aber nur zum Belege seiner Entdeckung, daß es in der Mischnah ״fel)t alte Halachoth gebe, deren Autoren nicht namentlich bekannt sind, die aber von den ״Paaren" (NM, den in Aboth I. paarweise aufgeführten Weisen) unö selbst von deren Vorgängern וגם ממי שקדם להם stammen! Aber zu sagen, daß cs in der Mtschna Halachoth gebe, die von der Sugoth und von deren Vorgängern und von Dem, von Gott ב״ה stammen, der allen andern geschaffenen Wesen vorangegangen — das zu sagen, — das Einzige woraufseine Belege gepaßt hätte — dazu haben ihm seine Lippen und seine Feder den Dienst versagt! — Wir könnten unsere Sätze noch verhundertsältigen um zu beweisen, daß beiden Talmuden und deren Commcntatoren und Epitomatoren, daß dem ganzen rabbinischen Judenthum bis heute der Grundsatz von der Göttlichkeit der Tradition, d. h. der Grundsatz der von Gott als Interpretation des schriftlichen dem Moses gegcbeneu Gesetzes und von demselben mündlich weiter tradirten Gesetzbestimmungen, mit einem Worte, daß der Grundsatz הלבה למשה מסיני, zu dem sie sich bekannten, ihnen im buchstäblichsten Sinne und im ernstesten Ernst gegolten und als solcher sich durch alle ihre Schriften zieht. Allein wir glauben hinreichende Sätze herangebracht zu haben um an Herrn Frankel die Alternative zu stellen: Bekennt sich Herr Frankel auch zu diesen Grundsätzen, warum schweigt er S. 20vollends davon, daß es außer den durch Midrasch und Midoth mit der schriftlichen Lehre in Verbindung stehende!: Halachoth auch noch ה׳ל׳ס genannte Halachoth giebt, die nur von Gott dem Moses mündltch übergeben sind, warum schweigt er in einem Buche, das ja eine Hodegettk, eine Anleitung zum Verständniß der Mischua sein soll, von diesem ersten Grundsätze aller talmudischen Auffassung gänzlich? iS

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