Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1861)
- Article
- Ein Sendschreiben [Rezension]
- Date
- 1861-02-01
- Page
- 245 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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80« GotMkb Fischer. 245 Chulin 85, b. Zoma 75, b. (Siehe auch Maim. Hilch. Schechitah I, 4.) Herr Frankel, dem nun alle diese Halachoth nichts weiter als unbestrittene Halachoth menschlichen Ursprungs sind, wie konnte er, der doch דרכי המשנה zu schreiben vorgiebt, so des Mischnah-AutorS unzweideutige Lehre verleugnen, der ausdrücklich gelehrt: מלמרשנצטוה משה על ושט יעל הקנה ובו׳! R. Ascherctttrtselbst פ' השוהט diese Worte Rabbi's, mit welcher Stirn wagte es denn Hr. Frankel die Worte desselben aus Hilch. Mtkw., die nur von dem allergeringsten Theil der Halachoth, die wirklich nur דרבנן sind, gelteil, so dahin zu stellen, als ob nach R. Ascher nicht eine der Halachoth, die ה׳ל׳ם genannt werden, wirklich von Gott dem Moses gegeben wäre! Es bedarf ja nur wirklich eines Blicks in ראש הל׳ מקואות um sofort die Unwahrheit der mit diesem Citat beabsichtigten Täuschung auf der Stelle einzusehen. Ausdrücklich sagt ja R. Ascher in der vom Vers, selbst citirten und ausgezogenen Stelle: daß, wenn sich hinsichtlich des dort besprochenen »פסול מקוד־ irgend der Ausdruck ה׳ל׳מ fände, dieser Ausdruck da ebenso zu erklären wäre, wie ה׳ל׳מ bet עמון ומואב u. s. w. und wie das באמה אמרו ההון רואה u. s.w.und w o sonst dieser Ausdruck im Talmud bet Bestimmungen derabbanan vorkommt! Es hebt dort ausdrücklich R. Ascher diese speciellen wenigen Fälle hervor, es ist ihm aber nie eingefallen dies von all den Halachoth zu erklären, die im Talmud הלבה למשה מסיני genannt werden. Vielmehr sagt ja sein Ausdruck selbst, daß es nothwendig wirkliche הלבה למשה מסיני geben müsse, ganz so wie es z. B. in Sota heißt: כל אדם שיש בו גסות הרוח כאלו עובד ע׳ו und ähnliches, welches doch sicherlich nicht buchstäblich gemeint ist, als ob der Hochmüthige gleich dem ע׳ע׳ז htngericht würde, jedenfalls aber doch vorauösetzt, daß es einen wirklichen ע׳ע׳ו giebt, der חייב סקילה ist, ebenso setzt die Erklärung des Rosch nothwendig voraus, daß es doch auch wirkliche הלט׳ gebe, von Gott dem Moses mündlich übergebene Halachoth, für welche es keine Andeutung in der schriftlichen Lehre giebt. Das ist ja jedem einigermaßen Kundigen klar. In seinen R. G. A. K. XVI. lesen wir daher auch von demselben ״ :רא״שHinsichtlich deiner Anfrage: woher uns die Bestim- ״mung stamme, daß man erst mit zurückgelegtem dreizehnten Lebens-