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Jeschurun · 1861-01-01 · Heft 4 (Januar 1861) · p. 211

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 4 (Januar 1861)
Article
Ein Sendschreiben [Rezension]
Date
1861-01-01
Page
211 (sequence 16)
Language
German
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IRI
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von GMW Fischer. 211 an die Worte der Rabbinen nicht glaubt, ganz so wenig religiöses Vertrauen wie ein Götzendiener und öffentlicher Sabbsthschänder beanspruchen darf; demgemäß z. B. wenn der Verfasser dieser Hodogetik in die Mischna, etwa ein Schochet und Bodek sein wollte, kein gewissenhafter Jude ihn als solchen annehmen, noch sich auf seine Handlungen und Erklärungen in der Schechita und Bedika verlassen, noch nach den Vorschriften des Schulchan Aruch bei ihm speisen dürfte: wie soll man sich nun auf die Zeugnisse und Rabbinatsautorisation verlassen dürfen, die er einst den Zöglingen seines Seminars ertheilen wird? Wenn er der Meister ist, der seine Schüler mit den ״bösen Wassern" tränkt und ihre Ansichten in Betreff der ersten Grundprincipien des Religionsgesetzes verdirbt, was soll man von den Jüngern erwarten, die ihren Geist an seinen Lehren gebildet? Wenn der Letter und Halter strauchelt, wie soll nicht der Geleitete und Gehaltene fallen? Ich bedauere euch, ihr Söhne meines Volks, bedauere euere Eltern und Freunde! Man schickt euch in diese Anstalt in dem Vertrauen daß ihr dort zu Gesetzeslehrern in Israel herangebildet werdet, und ihr kehrt zu euren Eltern heim voller Irrlehren und Apikorssim-Grundsätze wenn ihr eben treue Schüler eures euch irre sührendcn Lehrers Frankel gewesen. Oeffnet doch selbst eure Augen, so werdet ihr erkennen, daß unser ganzes ReligionsgeseH keinen Halt und keinen Stand ohne das Grundprincip hat: daß die פירושי המצות, daß die Erklärungen der Mtzwoth von Gott dem Moses ebenso wie die Mizwoth selbst überliefert, und eben so auch die dreizehn Interpretattonsregeln (über welche wir noch ausführlicher reden werden) sinaitische Ueberlieferung sind. Wer z. B. nicht glaubt, daß ebenso wie Gott uns in der schriftlichen Lehre die Milah geboten, ebenso Gott uns mündlich die Periah geboten, dem wird es durchaus nichts nützen, wenn er statt dessen sagte, die Männer der E. m. oder ihre Vorgänger hätten dies "״במועצות ודעת mit Ueberlegung und Einsicht also vereinbart. Alle Weisheit und Ueberlegung, alle natürliche, menschliche Einsicht nützen nichts, dies durch Verstandsurtheil sestzustellen und ״himmlische Ertcrminationsstrafe", ברת בירי שמית, über den zu verhängender die Milah ohne Pxriah vollzogen, Wer hat unsern Chachamim die Befugntß zu der Gestattung ertheilt! die Periah selbst am Sabbath vorzunehmen, wenn diese Periah nichts

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