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Jeschurun · 1861-01-01 · Heft 4 (Januar 1861) · p. 209

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 4 (Januar 1861)
Article
Ein Sendschreiben [Rezension]
Date
1861-01-01
Page
209 (sequence 14)
Language
German
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209 . . von Gottlieb Fischer. eine dem Ursprung des Textes gleich berechtigte Autorität, somit auf Gott, dem Autor des Gesetzes zurückführt; ein Verhältntß, auf welches auch 'סמג in der Einleitung zu seinem Codex hinwetst. Wir haben hierauf nur hingedeutet um zu bemerken, wie dieser moderne Sadducäismus des Herrn Frankel nicht einmal die wissenschaftliche Begründung für sich hat. Der im Judenthum geheiligte Grundsatz der Göttlichkeit der Tradition beruht nicht auf diesem Nachweis. Er stehtauf dem historischen Grunde, auf welchem die Göttlichkeit derThora überhaupt beruht, die, wie schon Htllel dem Proselyten bemerkltch machte, ja selbst nur von der nationalen Ueberlieferung getragen ist (Sabbath 31, a), die ferner mit ihrem "״על פי הדבר אשר יגיח לך und "על פי התורה אשר יורוך" selbst auf die Wahrhaftigkeit der Träger ihrer mündlichen Tradition hinweist, welche aber die von ihnen überlteferten פירושיה nicht — mit Herrn Frankel — als Produkte ihrer מועצות ורעת, sondern als mit ihren כללוחיהם ופרטותיהם vom Sinai gegeben, wiederholt und ausdrücklich hingeben und den für!אפיקורוס ומי erklären, der auch nur den göttlichen Ursprung einer von ihnen als sinaitisch gegebenen tradirten Gesera schawa bezweifelt. So viel ist klar, alle die von Israel ausgeschiedenen Sekten, sowohl die unter dem Namen Minim, Sadducäer, Karaim bekannten, als auch die sogenannten Ncologen der Neuzeit, sie alle leugneu die sinaitische Tradition und haben sich mit dieser Leugnung von dem Bekenntniß zu unserer Thora losgesagt. Allein alle diese früheren Minim haben ihren feindlichen Gegensatz zur Tradition offen zur Schau getragen, haben die Ueberlieferung der mündlichen Lehre geradezu verlacht und sich redlich dazu bekannt, daß sie von einer göttlichen Ueberlieferung der mündlichen Gesetzerläutcrungen nichts halten. Hätte nun Herr Frankel auch in gleich ehrlicher Weise seine Ansichten ausgesprochen, und, etwa wie der Verfasser des קול סכל und I. S. Neggio in seinen Anmerkungen dazu, Gift und Galle, Spott und Hohn auf die Worte unserer Weisen geworfen: ich hätte geschwiegen. Allein Herr Frankel küßt unfern Weisen die Hand, seine Küsse sind aber die Küsse eines Feindes. Er gibt mit erheucheltem Heiligenschein vor zur Thora einzuleiten, und in seinem Innernbirgt er den Schalk, der die Heiligkeit derThora leugnet, ihre göttliche Autorität in den Staub zieht und ihre Grundsäulcn zertrümmert. Was bleibt übrig nach seiner Behauptung, daß alle die

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