Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1861)
- Article
- Ein Sendschreiben [Rezension]
- Date
- 1861-01-01
- Page
- 204 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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1 204; Hm. vr. Z. Frankels hvdvgeiisches Werk über die Mtschnah re.! verstanden seien, daß man darüber erst durch die Beachtung der volj len Sckreibart wie R. Jsmacl, oder der Deutung des טט; und פח j wie R. Akiba (Sanhedriu 4, b) zur Entscheidung gekommen wäre, und man daher bis zu diesen Interpretationen R. Jsmael's und R. Aktba's die Tefilltn nicht gesetzmäßig erfüllt hätte! Vielmehr selbst : ohne diese Deraschoth waren die betreffenden Erklärungen durch mündliche Ueberlteferung von Moses bekannt, der sie vom Sinai erhalten hatte. Gleichwohl suchten unsere Chachamtm, die ihnen durch mündliche Ueberlteferung von Moses überkommenen Erklärungen, sei es durch Anwendung der ebenfalls sinattisch überlieferten Regeln, sei es durch Anlehnungen, Folgerungen und Andeutungen, mit der schrtftlichen Lehre zu verbinden. In solchen Fällen, wo das Gesetz und die Erklärung bereits durch lleberlteferungen von Moses feststeht, ist auch die Anwendung׳ einer nicht trahirten Gsera Schawa gestattet. Denn hier, wo die Halacha bereits durch finaitische Tradition entschieden feststand, bemühte man sich dieselbe auch durch Anknüpfungen an das schriftliche Gesetz zu fixiren. Hiervon gilt was R. Ztzchack S. Ban, Namens R. Aba S. Mamel in Jeruschalmi (Pesachim VI) gelehrt: אדם רן ג״ש לקיים תלמודו ואין ארם די ג׳ש. ח^טורו d. h. zur Fixirung einer bereits von Geschlecht zu Geschlecht bis zu Moses vom Sinai feststehenden Tradition, darf man das schriftliche Gcsetzeöwort auch durch eine selbst aufgefundene Gsera Schawa deuten, (obgleich sonst eine G. Sch. selbst überliefert sein muß), da es sich nicht um Folgerung einer neuen, dem Zweifel unterliegenden Besttmmung, sondern nur um Erhaltung der uns bereits durch Ueberlieferung feststehenden halachtschen Erklärung handelt. Und nicht nur durch G. Sch. sondern auch durch andere Midrasch-Weisen knüpften sie das traditionell Feststehende oft in einer dem einfachen exegetischen Sinn des Textes fern liegenden Interpretation an bas schriftltch Gegebene, lediglich aus menmotechnischen Zwecken. Die Halacha selbst war ihnen ja bereits ohne diese Deraschoth traditionell bekannt. R. Akiba war z. B. hinsichtlich der Parschioth der Tesillin nie in Zweifel ob sie mehr oder weniger als vier sein sollen, und wahrlich nicht erst daraus, weil טט in Kattapa Zwei, und פח ebenfalls in Afrika zwei bedeutet ist ihm erst das Gesetzliche über die Zahl der Parschioth klar geworden! Vielmehr war in allen solchen Fällen die Halacha gegeben, und es galt nur dieselbe fürs Gedächtniß auch durch