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Jeschurun · 1861-01-01 · Heft 4 (Januar 1861) · p. 202

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 4 (Januar 1861)
Article
Ein Sendschreiben [Rezension]
Date
1861-01-01
Page
202 (sequence 7)
Language
German
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202 Hm. Dr. Z. FrrnkelS hodogetischcs Werk über die Mischna re. keit; es genügt nur auf einiges Bekannte' hinzuweisen um jeden Leser in den Stand zu setzen, nach eigener Erkenntniß den Stab über diese ״Anleitung zur Mischna" zu brechen. Maimonides Einleitung zur Jad Hachasaka spricht sich über denselben Gegenstand also aus: Alle Gesetze sind dem Moses vom ] Sinai mit ihren Erklärungen,;בפירוש, gegeben worden; denn es j heißt: ich gab dir die steinern Tafeln, die Lehre und das Gesetz. Die f ״Lehre" begreift das schriftlich niedergclegte, das ״Gesetz" die Er-! Erklärung desselben, und sind wir verpflichtet worden die ״Lehre"; nach dem ״Gesetz" zu erfüllen. Das Gesetz ist das unter der Bezeichnung ח׳שב׳פ Begriffene.;כל המצות שניחנו לו למשה• מסיגי בפירוש נחנו שנ' ואחנה לך אח לוחזח האבן והתורה והמצור. חורה זו חורה שבכתב והטצוה זו פירושה וציונו לעשות התורה ע׳פי המצוה והמצור. זו הנקראת חורה j שבעפ ובו. Diese Sätze des Maimonides resultiren aus Berachoth j 5, a. Ganz übereinstimmend hiermit lehrt Maim. Einl. zum Mischnacommentare: ״Wisse, daß alle Gesetze, die Gott dem Moses ge- ״geben, ihm zugleich mit der Erklärung, "״בפירושה ge- ״geben worden, Gott sagte ihm das Gesetz und sagte ihm da- ״rauf die Erklärung und die näheren Bestimmungen "היה אומר לו המעוה וא׳ה׳ב אומר לו פירושה וענינה u. s wso lehren ״auch dstn im Stfra: wie Schemitah n. s. w. so wurden auch alle j ״Gebote in ihren Allgemeinheiten, Einzelnheiten und ihren näheren! ״Bestimmungen, כלליה; ופרטיהן ודקדוקיהן, vom Sinai gegeben. So z. ״B. sagte Gott zu Moses: In Hütten sollt ihr sieben Tage woh- ״neu (3 B. M. 25) und lehrte /ihn darauf, daß diese Pflicht nur ו ״den Männern nicht den Frauen obliege, daß auch nicht Kranke j und Reisende dazu verpflichtet wären u s. w." — (somit ist also die in der Mtschnah Sukkoh II., 8 gegeben Halacha, die nach Herrn j Dr. Frankel eine jener von der Eccle8ia magna herrührendcn Er- { klärungen wäre, unmittelbar wie das Gebot selbst von Gott dem Moses gegeben und von diesem bis zur Ecclesia magna weitertradirt) — ״daß ferner die Suckoth nur von Pflanzenstoffen, und ״nicht von für Tumah empfänglichen Pflanzcnstoffen sein dürfen u. ״s. w." (somit wären wiederum die in der Mischna Suckah I. 4, s enthaltenen Halachoth keine במועצות ורעת der Ecclesia magna ent- * fprungne Erfindung, sondern ebenfalls nur eine jener von Gott dem Moses mündlich übergebenen Einzelbestimmungen seines Gesetzes

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