Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1861)
- Article
- Ein Sendschreiben [Rezension]
- Date
- 1861-01-01
- Page
- 201 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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von Gottllrb Fischer. 201 כרצונו? אבל הפירושים אלה נאמדו במועצות ודעת מפי אנשי כנ׳ה׳ג, ואח׳ב נתפרסמו להעם מפי המורים ברבים בדרך אשר זכרנו למעלה, והיה המצור, והפירוש לאחד בפי התלמידים והעם לא יתפרדו ולכן נשתקע שם מוציאי הפירוש ומלאכתם נשארה לעד עב׳לי ״Außer dieser, ihrer Autoren würdigen drei Sätzen (הוו מתונים בדין u. s. w. Aboth I. 1.) finden sich von den Männern der Ecclesia magna in der Mischna keine Halachoth und Gesetz interpretirende Aussprüche. Denn diese großen Männer find eben die Soferim genannten Weisen, die die Gesetze erklärten und ihre Erklärungen dem Schriftworte ansügten. Diese Erklärungen waren nicht die Erzeugnisse eines jeden Einzelnen. Das Werk der Gcsetzerklärung ist vielmehr ein überaus schwieriges und großes, es bedarf der bedeutendsten Forschung und der Uebereinstimmung aller zeitgenössischen Weisen. Denn durch diese Arbeit wurden die Gesetze für die Theorie und Praxis erläutert, sie ist die eigentliche mündliche Lehre (תש׳ב׳פ); wie sollte eine solche Arbeit jedem Einzelnen nach seinem Belieben anheimstehen? Es wurden vielmehr diese Erklärungen des Gesetzes nach berathender und erkennender Ue- Verlegung von den Männern der Ecclesia magna ausgesprochen, sie wurde sodann auf die oben besprochene Weise durch die öffentlichen Lehrer im Volke verbreitet, so daß im Munde der Schüler und! des Volkes das Gesetz und die Erklärung unzertrennlich zusammen einheitlich festgehalten wurden,und darum j gingen die Namen der Urheber dieser Gej setzerklärungen verloren, ihr Werk aber blieb! für alle Zeit. j Daß durch diese Dicta der Herr Dr. Frankel Gej setz bestimm un gen, die dem ganzen traditionellen Zu deni thum als mit dem Gesetze selbst gleich göttlichen Ursprungs gelten, auf menschliche Urheber zurückgeführt [ werden, und welches Urtheil die rabbtntschen Autoritäten über einen j Jeden fällen, der sich zu solchen Aussprüchen, wie die des Herrn Vers, bekennt, das nachzuweisen, bedarf nicht eben tieferGelchrsam-