Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1860)
- Article
- Entgegnung auf ein Gutachten von Hirsch B. Fassel, Oberrabbiner zu Gr. Kanischa
- Date
- 1860-12-01
- Page
- 168 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2932754-2932891-2932895-2945335--06144-2945392- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
168 Entgegnung auf ein ״Gutachten re." dieser Stelle das gerade Gegcntheil von dem was er beweisen; will, ausgesprochen ist. Muß eine auf einer derartigen Täuschung 1 beruhende gutachtliche Aeußerung nicht als Mißbrauch des von eiä ner Behörde geschenkten Zutrauens betrachtet werden? Wir kommen nun zu dem letzten Punkte, welcher lautet: ״Er- ״klärt er, man könne Jvzer und Pijuttm nicht abschaffen". Hierauf antwortet Hr. F.: ״Erklären und behaupten läßt sich gar viel, aber ״ob auch beweisen? Das ist die Frage." Diese Frage ist aber sehr leicht zu beantworten. Aus•מגן אברהם zu O. Ch. 68, aus חק יעקב zu O. CH. 429, אלי' רבה zu O. CH. 56 und 112, aus den oben Punkt 3 und 4 angeführten Stellen aus שו״ח ררב״ז und פנים מאירוח geht die Verpflichtung der Beibehaltung jener Gebete klar hervor. Hr. F. wird nun schwerlich zu behaiipten sich erdreisten, daß den zu den größten rabbinifchen Autoritäten gehörenden Verfassern dieser t Werke die von ihm angeführten Stellen aus Tur und Sch. a. O. I CH. 68 unbekannt waren. Da nun jene Autoritäten sich trotz des ihnen bekannten Widerspruches für die Beibehaltung und Einschaltung der Ptjutim aussprachen, kann nach der Sch A. Choschen j Mischpat 25, 2, angeführten 94 שו״ח מהריק, wo es heißt: אמח t : הוא .כי כאשר ימצאו דברי הגאונים הקדמונים כתובים על ספר ידוע ומפורמם ׳1 והפוסקים אחרונים יפסקו כהפך דבריהם בהא וראי מורינא לך דיש להלוך | אחרי הפוסקים האחרונים דודא׳ פשיטא הוא שגם הם ידעו דברי הגאונים! הראשונים ואפי׳ הכי לא קבלו דבריהם וראי צ״ל דטעמא חוו לחלוק על ־ הראשונים ואנו לעניוחינו אין לנו להכריע כדברי הראשונים אלא אחרי הפסקגים ’ האחרונים יש לגו לפסוק ■דהא הוו ידעי במילי דקמאי טפי מינן ולא חזו בהאי טעמא einem Rabbiner eben so wenig als einem Cultusvorstände die Berechtigung zur Abschaffung der Pijuttm zustehen; ebenso geht aus חשובה מאהבה des R. Eleasar Flekeles Gutachten 1 die Pflicht der Beibehaltung der Ptjutim und Jozerot hervor. Schließlich haben wir noch die Consequenz des Hru. F. zu bewundern, er s sagt nämlich: ״Es sollte)dgher jeder Nabbtner froh sein, wenndie ״Gemeinde in Abschaffung der Jozeroth und Pijutim (mit AusMhM ״Rofch Haschana und. Jom-Kippur)- willigt, nicht aber der--Abstel- ״lnng oppöniren." Hr. F. will daher die Jozeroth und Ptjutim für! die Festtage und gewisse Säbbathe abgeschäfft, für R-osch-Haschana und Jom Kippur aber betbehalten wissen. Jedes Kind muß aber den Widerspruch erkennen, der hierin liegt.. Der Grund, um deffenty