Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 2 (November 1860)
- Article
- Entgegnung auf ein Gutachten von Hirsch B. Fassel, Oberrabbiner zu Gr. Kanischa
- Date
- 1860-11-01
- Page
- 114 (sequence 6)
- Language
- German
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- Elijah 1× ep/1004307
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114 Entgegnung auf e!u ״Gutachten 1c." Gutachten sich beruhigen läßt, durch sein Gutachten das bisher für | unzulässig Gehaltene als zulässig betrachten wird. Hr. F., der sich!j gar nicht die Mühe zu nehmen scheint, ׳durch den Bericht unpar-! theischer Personen zu erfahren, von welcher Seite der Friede gestört, ' von welcher Seite aus Mtßhelltgkeiten hervorgerufen wurden, glaubt , vielleicht dadurch, daß er sich mit dem Propheten Elias vergleicht, dem ״fanatischen" Theile der hiesigen Gemeinde so zu impvniren, daß j dieser ihm ״als Geistlichen auch auf Wort" glaubt. Indessen so fa- : natisch ist der s. g. ״fanatische Theil unserer Gemeinde" doch nicht, daß er durch Bombast und Arroganz sich beirren ließe. Übrigens scheint Hr. F. daran vergessen zu haben, daß eben nach dem Talmud, den er seiner Angabe uach als Leiter in religiösen Dingen bej trachtet, man selbst Elija nicht Folge leisten dürfte, wenn er einen tu Israel verbreiteten Minhag aufheben wollte: 1 אם יבא אליהו ויאמר־ 1 אין חולצין במנעל שומעי! לו אין חולצין בסנדל אין שוט עי ן לו שכבר נהגו העם בסנדל (Jebamot 102 a, Menachoth 32 a.). Nur für solche : Probleme, die sich aus halachtschem Wege nicht cruiren lassen, wird im Talmud auf Elija'ö Entscheidung hingewiesen; aber zur Auf- Hebung eines in Israel verbreiteten Gebrauchs ist nach dem Talmud, z aus dem Hr. F. seine Beweise schöpfen zu wollen vorgibt, nicht jj einmal Elija kompetent. Jedoch um des Friedens willen, um des Friedens willen, wendet Hr. Fasset ein, kann man sich wohl Manches erlauben, was man im Allgemeinen nicht gestatten würde; und > darum führt er eine Stelle aus Sifri zu פ' נשא an, wo die Wichtigkeit des Frievenö dadurch hervorgehoben ist, daß auf die göttliche Vorschrift, zur Herstellung des Friedens zwischen Ehegatten den geschriebenen Gottesnamen auszulöschen, hingewiesen wird. Es wäre gewiß höchst wünschenswerth, wenn das Wort שלום stets in jenem Sinne aufgesaßt würde, in dem es uns an jener Stelle des Sifri entgegentritt; höchst wünschenswerth, wenn man die Konsequenzen stets im Auge halten würde, die dort aus jener auf die 1 Herstellung des Friedens abzielenden Vorschrift gezogen werden; denn! es heißt dort: מה להטיל שלום בין איש לאשחו אמר המקום ספר שנכהב jj :ן, בקדושה ימחה על המים ספרי אפיקורוסין שמטילים איבה ושנאה וקנאה ובעלי ריבות על אחת כמה ובמה שימחו מן העולם . Wir wollen Hrn. F. nicht fragen, ob er mit dieser an der von ihm angeführten Stelle ausgesprochenen, zur Herstellung des wahrhaften Friedens gewiß sehr ge-