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Jeschurun · 1860-11-01 · Heft 2 (November 1860) · p. 87

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 2 (November 1860)
Article
Chewan
Date
1860-11-01
Page
87 (sequence 5)
Language
German
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Unsere Aufgabe, s.מר^ 87 geführt wurde, daß seitdem öffentliche Gemeindeschulen in jeder Stadt und in jedem Dorf errichtet werden mußten, die von Kindern bereits im Alter vom sechsten und siebten Jahre zu besuchen sind (Baba bathra). Seitdem ward die Errichtung von Schulen die erste Ausgäbe aller jüdischen Gemeinden, und ans den Hände» der Schulen empfing den zum Jünglinge herangeblüheten jüdischen Knaben die Sorgfalt der Chachamim und Rabbinen, deren erste und wesentlichste Aufgabe bis in die neue, freilich nicht neueste Zeit herab, nicht in Predigten und liturgischen Experimenten und Funktionen, sondern im Lehren und Unterrichten bestand, lernbegierige Jünglinge und Männerum sich zu versammeln,להרביץ חורה יישר אל, dieKenntniß der Thora in Israel zu pflanzen und zu flegen, ihr — wie das Wort heißt — die bleibende, dauernde, entsprechende Ruhestätte in Israel zu bereiten. Nicht Prediger, nichtLiturge, Lehrer zu sein, war der erste und vornehmste Beruf der Rabbinen. Und wie steht es nun heute um diese erste und heiligste Pflicht jüdischer Väter und Gemeinden? תורה חופה ומעשים טובים wünscht noch heute die Gemeinde jedem Vater, der seinen achttägigen Knaben in den Bund der Abrahamsweihe geführt. Allein was thut der Vater, was die Gemeinde zur Erfüllung dieses Wunsches? Kaum —wir sprechen natürlich nur von der großen allgemeinen Mehrheit, Ausnahmen, erfreuliche Ausnahmen giebt cs gottlob, und Gott sei Dank, etwa seit einem Deccnium mit jedem Jahre mehr — kaum daß sie, die Väter wie die Gemeinden, diesen Wunsch ernst meinen. Zur חורה den Sohn erziehen, sein Geistes- und Gcmüthsleben vornehmlich an den Brüsten der Thora großziehen, Geist und Gemüth mit der Milch und dem Wein des göttlichen Worts und der Weisheit der Väter nähren und stärken, wie wenige Väter wollen das? ״Mein Sohn soll kein Theologe werden!" damit meint man mit voller Berechtigung über den ersten Wethewunsch der Erziehungsanfgabe einen Strich ziehen zu dürfen, ja zu mMen. ״Mein Sohn soll kein Theologe werden t" Das soll er auch nicht. Aber Jude soll er werden, und das wird er nicht, das wird er vollkommen nie, das wird er aber vollends heute gar nicht, wenn du ihn nicht wie der schöne jüdische Ausdruck ist, auf die ״Knie der Thora setzest" und ihn v o n der Thora erziehen lastest. — ״Aber

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