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Jeschurun · 1860-11-01 · Heft 2 (November 1860) · p. 85

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 2 (November 1860)
Article
Chewan
Date
1860-11-01
Page
85 (sequence 3)
Language
German
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Unsere Aufgabe. 2,ללמד 85 I! für unsere Enkel anfangen? Immer ferner rückt die Erknnernng l das Gewesensein einer wirklich jüdischen Zeit in dem Bewußtsein der j Geschlechter, immer nebelhafter wird das Bild von dem waS Jude! heißt, und unsere Kinder der Weisheit der Zeitgenossen überweisen, heißt, sie dem Jrrthum und dem Wahn, der trostlosen Rathlosigkeit und der endlichen Verzweiselnng preisgegeben. Es gibt nur eine Rettung, und diese Rettung heißt ,ללמד ׳ sorgen dafür, daß sie ״lernen". Zu den Füßen eines Moses und David, eines Jesatas und Maleachi, eines Hillel und Schammai, eines Abaji und Rawa, eines Alsas und Rambam, eines Ri und! Rabbeuu Tam, eines Ramban, Rischba und Ran, eines Rosch und j] Tur, Beth Joseph und Rema, eines Jehuda Hallevi, Arama und 1 Bechaji, zu den Füßen aller der großen Geister des göttlichen Wor- ■J tcs und des jüdischen Gedankens fetze dein Kind, und du hast es ° aus den Jrrgängen moderner Leichenhausweisheit hinaufgerettet zu der lichten Höhe ewig frisch lebendiger jüdischer Wahrheit. Es gibt;1 keinen andern Weg, es ist das unsere einzige Rettnng. Ein kundiges ן Geschlecht ist gegen alle Spiegelfechterei sophistischer Rhetorik gewappnet. Das unkundige fällt jedem schwatzenden Bäffchen und j Käppchen wie einem unfehlbare» Gottesorakel blind anheim. Und siehe, was uns einzige Lebensrettnug ist, das war ja ohnehin immer und wäre daher ja auch heute selbst für ganz gewöhni lich, normale Zustände, die erste und höchste Aufgabe jedes jüdischen Vaters für sein Kind und jeder jüdischen Gesammtheit für die Ingend ihrer Zukunft. § Es faßt sich nicht erst seit heute die ganze Erziehungsaufgabe I des jüdischen Vaters in den Wunsch zusammen: לגדלו «למוח־! להוכה ולמעשים טובים |, seinen Sohn zur Thorakenntniß, zur Hausesgründung! und zur Ausübung guter Werke zu erziehen. Es steht nicht erst seit v heute die Thora somit in ־ dem Vordergrund des Erziehungswerkes I und ist dem jüdischen Vater die unerläßliche Vorbedingung für das küns- | tige bürgerliche und sittliche Heil seines Kindes. Es ist nicht erst ן seit heute dem jüdischen Vater gesagt, daß ,כל המלמד אח ב; בגו מודד 1 כאלו קבלה מהר סיגי, daß erst in dem Momente, wo der jüdische Va- 1 ter seinen Sohn, seinen Enkel Thora lehrt, er sich als der Thora- 1 Empfänger vom Sinai bewährt; nicht umsonst heißt es bei jedem

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