Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1860)
- Article
- Tischri
- Date
- 1860-10-01
- Page
- 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2932754-2932891-2932893-2945164--05971-2945182- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Ein Sieb von dem Rösch Haschana der Zukunft. 7 3, 11-13. IV. B. M 10, 9. Chron. II 13, 12—15. Fragen wir das Wort und den Zusammenhang, in dem es erscheint, so ruft הריע überall das niederschmetternde Bewußtsein vollendeter Nichtigkcit einem Höhern, Mächtiger« gegenüber hervor. So ist es das Frldgeschrei im Kriege gegen den Feind: Es soll den Feind niederschmettern. Gftt zugewandt soll es vor Gott und für Gott Alles niederschmettern, soll es das Verschwinden aller Selbstständigkeit Gott gegenüber zum Bewußtsein bringen. Somit wird es auch überhaupt zum Ausdruck der Huldigung jedes mit überwältigendem Glanze hervortretenden Großen, Erhabenen und Herrlichen I. Sam. 4, 5—10, 24. Esra 3, 11 — 13 und sonst. Der Begriff der Unterordnung ist auch da überall vorherrschend. כקול דגה Ein noch schwierigerer, fast unübersetzbarer Begriff ist: רנה. Es erscheint geradezu in einander völlig entgegengesetzten Bedeutungen. Man vergl. nur קול תה וישועה, לערב ילין בכי ולבוקר רנה, und ואל תשא בעדם רנה ,קומי מי בלילה u. sonst. In der bei weitem überwiegenden Mehrzahl der Stellen ist רק durchaus der Ausdruck eines frohen, freudigen Gefühls, hervorgerufen durch den unerwarteten Anblick einer herrlichen Erscheinung, oder durch die unerwartete Erfahrung eines herrlichen Ereignisses, so: 3) וירא בל העם וימו B. M. 9, 24.) und die so gewöhnliche Verbindung mit פצה, hervorbrechen, פצחו רנה »nd sonst. Es dürfte somit dem lautwerdenden Entzücken entsprechen. In seiner Grundbedeutung ist es vielleicht: klingen, wie עליו הרנה אשפה Job. 39, 26 und wäre somit der entsprechendste Ausdruck für das Lautwerden einer innern Bewegung; denn das ist ja tonen. Gott zugewandt ist es nun wohl der AuSdruck der höchsten, durch die Beziehung zu Gott geweckten innern Bewegung und Empfindung und zwar — wofür alles spricht — einer wohlthuenden, freudigen, und רנה mitten im Schmerze und im Unglück wäre sodann vielleicht absolut das Höchste, das unsere Beziehung zu Gott an uns zu bewirken vermöchte: die freimachende Ueberwältigung alles Schmerzgefühls, freudiges Aufklingen des Gemüthes zu Gott mitten aus der Nacht — Kehren wir zu unserm Rvsch-Haschanahliede der Koraiden zurück, so fordert es überall ein Zwiefaches: הרועה und רנה als Bedingnng und Folge des Volker-Handschlags für Gott, hat aber u!it diesem Zwiefachen auch Alles gesagt, aus welchem sich die jüdische Beziehung zu Gott gestaltet, Alles, was der Gottesbund überha:rpt