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Jeschurun · 1860-09-01 · Heft 12 (September 1860) · p. 640

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1859-1860)
Issue
Heft 12 (September 1860)
Article
Das Rundschreiben des Vorstandes zu Stuhlweißenburg gegen Herrn Dr. Gugenheimer, Rabbiner daselbst
Date
1860-09-01
Page
640 (sequence 3)
Language
German
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640 Da- Rundsch. des Borst,;u StuhlweiHenburg gegen Hm. N«. GagmhetM« w Verehrung gefährdenden, Willkür, geistige Knechtung, Mißbrauch, Aberglauben und schädlichen Usus bringenden Punkte sind: daß er nicht gestatten wolle: 1) Chorbegleitung bei Leichenbegängnissen; 2) daß der Cantor mit zugerolltem TalltS stehe; 3) daß er Lecho Dodt nicht repetire, während Boi Ehalo mehrmal wiederholt wird; 4) daß das Nekom leenenu ausgelassen werde; 3) daß am 9 Ab der Gottesdienst durch schwarzes Perochet feierlich gemacht werde; 6) daß die Haftora von einem Vorbeter, der nicht selbst Mastir, verlesen werde; 7) daß Wesoth Hatorah vor dem Borlesen der betreffenden Stdrah recitirt werde; 8) daß der Sabbathmorgengvttesdienft zu einer Zeit beginne, ׳ wo man schon Ober kerias Schema ist, obgleich bei früherem Beginnen ein großer Theil der Gemeinde zurückbleibe; 0) daß Jozer und Piutim abgestellt werden- Sehen wir einmal einen Augenblick von der Gesetzlichkeit oder Ungesetzlichkeit dieser Verlangen und Versagungen ab, sehen auch ab von den Berichtigungen und Ergänzungen, die dieselben durch das mir ebenfalls vorliegende Schreiben dortiger Gemeindeglieder gewinnen und denenzufolge das meiste noch in einem ganz anderen Lichte erschiene, nehmen wir diese Punkte ganz wie sie sich geben, und stellen wir uns auf welchen Standpunkt man immer wolle, was anders als der vollendetste Blödsinn könnte in der Nichtgestattung derselben eine Trübung der Wahrheit und der Gottesverehrung, ein Festhalten an alten Mißbräuchen, Aberglauben und schädlichen Gebräuchen erkennen, was anders als vollendeter Blödsinn von der Gestattung derselben auch nur irgend einen Fortschritt in einer dieser Beziehungen erwarten? Also Letchenbestattungen, wie es seit Jahrhunderten unter uns Brauch ist, in stiller, brüderlich menschlicher Theilnahme ohne Chorbegleitung begehen, ist Aberglauben, Mißbrauch, schädliche Sitte, > — Mißbrauch, Aberglauben und schädliche Sitte, wenn unser Kantor als Scheliach Ztbbur, als Repräsentant der Gemeinde, während

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