Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 11 (August 1860)
- Article
- Aw
- Date
- 1860-08-01
- Page
- 582 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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882 Aw. und das Gottesheiligthum verliert, mit gnädiger Herablassung noch ein paar de» hohen Flug des Jahrhunderts nicht beschwerende Reliquien herauswählt, um doch der politischen Loyalttät halber noch wenigstens den Zusammenhang eines Spinnesadens mit dem alten Weltjudenthum des Ztonhetligthums — wo es noth thut — sich vindiciren zu können, alles Uebrtge aber, den ganzen Leben beanspruchenden und Leben gestaltenden Inhalt der durch Zion und sein Heiligthum vertretenen Gotteöanforderungen, als Gängelbänder für Kindereinfalt mit stolzem Fuße ans seinem Wege schiebt — erst dann, wenn Israel somit Zions ewige Bedeutung für Israel verleugnet, erst dann wird Zion wahrhaft zerstört, erst dann fällt die ״Hütte Davids", ist in!נופלח — סוכה — wenn Gott sie nicht hält. Die Verächtlichkeit, mit welcher die Modernsten unserer Zeit, eben diese Hütte Davids nnd die ״Abodah" behandeln, welcher Gott sie geweiht, enthüllt den ganzen Abstand, in welchem sie sich bereits der Thora gegenüber befinden und ist der stärkste Ausdruck ihres innerlich bereits vollzogenen Abfalls vom ganzen Judenthum. Sie versammeln Genossen um sich, die ihnen Alles aufs Wort glauben müssen, weil eine geflissentlich anerzogene Unwissenheit ihneu bas Buch der Bücher, das göttliche nationale Dokument ihrer jüdischen Vergangenheit und Zukunft, mit sieben Siegeln verschließt, und sie allen Einfällen blindlings überantwortet, die ihnen die geistlichen Depositäre ihres Gottesworteö zu offenbaren für gut befinden — und mit einem Hochmuth, der nur der Dummheit eigen zu sein pflegt, und einer Perfidie, die nur der Haß zu üben vermag, weisen sie auf den Gottestempel und den Gottesdienst zu Zion hin, den Gott in Jerusalem geordnet und dessen Wiederherstellung bis heute in den heißesten Wünschen und Hoffnungen ihrer Nation gelebt, und sprechen: über den ״blutigen Opfercultus", der dort gepflegt wurde, sind wir gottlob himmelhoch erhaben, und streichen darum den Wunsch nach seiner Wiederherstellung aus unfern Gebeten vor Gott. ״Blutiger Opfercultus!" Welchen tiefen Hohn und Abscheu wirft dieses winzige Wort aus Israels heiligstes Hetltgthum, aus den Tempel und den Gottesdienst den Gott selber angeordnet und von dem Er gesprochen: bauet mir ein Heiligthum, daß ich unter euch wohne! Zu welcher tiefen Stufe cannibaltscher Verwor-