Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1860)
- Article
- Thamus
- Date
- 1860-07-01
- Page
- 521 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Jerusalem der Zukunst und die Weltgeschichte. 521 soll der Menschheit die fröhliche Ernte kommen? Sie war geschwängcrt mit Stoppeln und konnte cs daher nie weiter als höchstens dis znm — Stroh bringen, und es gehört die ganze schmerzensreiche Erfahrung vergeblicher Jahrtausende dazu, sic znm Bewußtsei!! zu ׳bringen, daß nicht Sonnenschein und Regen, nicht Wind und Wctter der Geschicke, daß von innen heraus, daß ihr eigener Geist, daß das verkehrte Princtp, die verkehrte Richtung es ist, an dem, wie am Feuer, die Stroh- und Stoppel-Ideale des Menschenbeginnens zu Schanden werden. Ganze Völker, die im Glorienscheine mit klingendem Spiele über die Bühne der Zeiten gewandelt, sinken — nntergehend — zur Bedeutung des Kalks für den künftigen Gottesbau auf Erden zusammen — nicht wenige sind auch lediglich hindernde Dornen, die vor dem künftigen Bau aus dem Wege zu räumen sind — das ist die Bedeutung der, Ereignisse um das Ende der Zeiten — wenn Gott aufsteht. * Mitten in die Gänge der Zeiten, ja mitten in das Getriebe der Völker hin ei!!gestreut, leben seit Jahrhunderten Söhne eines Volkes, deren nationaler Menschcntranm längst schon vor dem Ftnger des göttlichen Verhängnisses geschwunden, deren Mcuschenmacht und Menschengröße sich an? frühsten als Stroh und Stoppeln vor dem zehrenden Feuer der göttlichen Allmacht erwiesen, die eben darum hätten vorbereitet sein sollen für diesen Ausgang aller Weltgeschichtlichen Herrlichkeit gottcntfrcmocter Völkergrößen, die daenu!, wenn sich die Endereignisse vollziehen — während die ״Gottfernen" Horen was Gott gethan — als die ״Gottnahcii" zu verstehen bcrufen sind die ganze Tragweite der Entfaltung der Gottes-Allmacht. Wahrend der ganzen prüfungsreicheu Zeit der Galuth-Vergangenhett, wo die Söhne Zions die Völker alle in dem ganzen Prunke ihrer nationalen Größe auf den Thronen der Weltherrschaft erblickteu, an deren Stufen sic selbst, die Söhne Zions, als die Bettler unter den Nationen um die Brosamen der menschlichen Eristeuz zu bettle!! hatten, — während dieser ganzen Trümmer- und Trauer-Zeit Zions waren cs in Zion doch!׳.!!r ״Sünder und Heuchler", denen es um Zions Gegenwart und Zukunft bangen konnte, die — zur Selbstentschuldigung als Sünder oder zur Beschönigung Anderer als Heuchler — unter Bangen und Zittern sprachen: ״Wer