Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1860)
- Article
- Thamus
- Date
- 1860-07-01
- Page
- 518 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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ThamuS. Wird doch kein Streisschiff cs befahren, Kein stolz Gefährte es durchkreuzen, Denn Gott unser Richter, Gott unser Gesetzgeber, Gott unser König, der wird uns helfen! * Deine Seile hat man freilich verlassen — Darum werden sie auch nimmer ihren Mastbaum festigen, Haben noch nicht einmal Wimpel ausgebreitet Während dann schon unendlicher Gewinn vertheilt worden, Und Lahme die Beute erbeutet — Und gleichwohl spreche der Nachbar nicht: Ich bin also dem Siechthum verfallen, Das Volk selbst, das dort wohnt, ist von Sündenvergebung getragen —. In welche trostarme Zeit versetzt uns der Eingang dieses Prophetenworts! Nicht im Menschenkreife mehr, aus dem Menschenkreise hinaus haben die Engel des Friedens ihren Sehnsuchtsruf Gott zu schauen gerufen, und sitzen nun nieder und weinen! Sie haben darauf verzichtet im Menschenkreise noch Gott zu schauen. Wo Gott wohnt, wohnt die Freude und im Menschenkreise wohnt der Jammer. Wo Gott wohnt, wohnt der Friede und im Menschenkretse wohnt der Streit. Wo Gott wohnt, wohnt das Heil und das Leben, wohnt die Blüthe und der Segen, und im Menschenkreise wohnt das Elend und der Tod, wohnt die Verkümmerung und die Verödüng. Sie sind von Gott gesendet das Wort und das Werk des Friedens zu bringen; aber die Menschenerde ist keine Stätte mehr für ihre- Sendung. Das mit so vielem Geist und so vieler Kraft angestrebte Ziel des gesteigerten Verkehrs, der allseitigsten Verbindüng, des lebendigsten Austausches der Güter und Leistungen und des bis zur höchsten Blüthe ausgebeuteten Reichthums der Natur — ist gescheitert. Die Verkehrsbahnen liegen öde, Einer kommt nicht mehr zum Andern, Städte liegen in Verfall, und die Natur — die den Menschen tragende und nährende Erde — die mit so vieler Einsicht und Umsicht, mit so vielem Fleiß und so vieler Kraft im