Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1860)
- Article
- Grundlinien einer jüdischen Symbolik
- Date
- 1860-06-01
- Page
- 490 (sequence 8)
- Language
- German
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490 Grundlinien einer jüdischen Symbolik. Grundsätze des Rechts sind die goldenen, unveränderlich festen Säulen, die die goldenen unveränderlich festen Marklinien zwischen den zuin brüderlichen Ganzen in Liebe vereinigten Persönlichkeiten tragen, und die Selbstständigkeit einer Jeden gegen Bcrletzungund Verkümmerung durch den Nächsten decken. Die Grundsätze des Rechts sind die קשות המשך, sind die קשות und מגקיות, sind die Stützen und rein haltenden Elemente, die das Walten der freien brüderlichen Liebe erst ermöglichen. Ohne das tragende und sondernde Recht stürzt Alles zu einer personlosen, unfreien Masse, zertrümmert und verkümmert durch Gewalt und Verderbnisi den Massen, zusammen. Erst durch das Recht wird die freispendende Liebe möglich Erst das Recht schafft Persönlichkeiten selbstständigen Eigenthums, das die durch Gott zur Pflicht erwachsene Liebe frei der Miterhaltung des Nächsten zuwendet. Schwerlich ließe sich das Recht erschöpfender darstellen, als dies durch die סניפים und קנים in allen ihren feinsten Nücwsen geschehen. Zum Begriffe der Brüderlichkeit, der, wir wir gesehen, dem Brodc des jüdischen Wohlstandes durch Stoff, Form, Bereitung und Ordnung so wesentlich aufgedrückt ist, gesellt sich somit der Begriff des Rechts, der erst dem Ganzen Stütze und Dauer und die Möglichkeit des Daseins sichert. 1t, der Reif. Wie beim ארון, so finden wir auch beim Tische einen 1t, jedoch mit dem Unterschiede: während der Reif der Lade dieselbe überragte, gleichsam auf ihr ruhte, cs daher dort ועשית עליו זר זהב סביב heißt, lautet hier die Anordnung: ועשית לו זהב םביב, unddiese Anordnung wird nochmals wiederholt und dabei dem Reif seine Stelle specieller an den nmschränkenden Rand oberhalb, oder die umschränkcnde Leiste unterhalb der Tischplatte angewiesen: ועשית זר זהב למסגרתו סביב י. Diese wiederholte Erinnerung an den goldenen Reif um den Tisch und seine von derjenigen des Reifes um die Lade abweichende Stellung, fordert eine eigene Betrachtung. Wir haben bereits im Reif nach Gestalt und Namen das Zeichen des Fernhaltens alles Fremdartigen, Ungeweihte n somit das Zeichen der Heiligkeit und Unantastbarkeit des vom Retfen umschlossenen Gegenstandes erkannt. Wir glaubten