Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1860)
- Article
- Das Hamburger Attentat
- Date
- 1860-06-01
- Page
- 470 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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470 Das Hamburger Attentat. Artikel m. Di e Faktoren ») der Staat. הנה כלכם בני ישראל הבו, לכם דבר ־ פילגש בגבעה Vergegenwärtigen wir uns den Hergang dieses unerhörten Ereignisses, so sehen wir dabet alle die Faktoren des jüdisch religiösen Gemeindelebens positiv oder negativ als mitwirkende Ursachen vertreten. Staat, Gemeindevorstand, Kultusvorstand, Gemeindeglieder, ein Landrabbiner, ein Prediger, stehen als aktive Faktoren, — eine Gemeinde, ein Gemeinderabbiner in völlig passiver Unthätigkeit vor unfern nach Aufschluß ausschauenden Blicken. Und wenn wir nun als בני ישראל, als Israels Söhne, die כלם ערבים זה לוה, die alle Einer für den andern Bürge, ja die, bet einem Ereigniß wie dieses mehr noch als durch bloße ״Bürgschaft", in ganz eigentlichem eigneu Interesse für unsere eigenen höchsten und heiligsten Güter betheiligt sind, wenn wir als ״Juden" zunächst das ״Wort" zu suchen haben — הבו לכם רבר — das uns diesen Frevel also in seineu einzelnen Momenten zum Begriff bringe, daß sich aus dieser Erkenntniß sodann עצה, der Rath ergeben könne: was hätte geschehen sollen, was zu geschehen wäre in allen ähnlichen Fällen und was nunmehr geschehen müsse nachdem dies nicht geschehen; das ״Wort" zu suchen haben, das uns dieses Attentat auf unser einziges, heiliges Nationalgut in seinen Ursachen also klar mache, daß wir fortan alle unsere Energie gegen diese Ursachen zu wenden hätten wo, oder wie immer sie in noch unscheinbaren Keimen, oder bereits in ausgebildeten Gestaltungen sich vorfinden: so müssen wir zunächst diese Faktoren ins Auge fassen, ihre Wirksamkeit in diesem mehr als traurigen Vorgang an dem Maßstabe ihres Rechts und ihrer Pflicht in dem Gebiete prüfen, dem diese Angelegenheit angehört, und aus ihren entsprechenden oder nichtentsprechenden Verhalten das Maß der Schuld ermitteln, das ein jeder dieser Faktsren an dem Dasein dieses Faktums trägt. Denn das dürfen wir uns