Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1860)
- Article
- Siwan
- Date
- 1860-06-01
- Page
- 463 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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ג׳ ימי מבלה 463 reitstellen, können sie dem Volke voranwandeln und das Volk hinan führen zur Höhe, zu der sie selbst in unablässiger Sclbstbearbeitung hinanstrehen. Fast aber noch mit größerer, ängstlicher Sorgfalt sehen wir מבלה, die Abgränzung, die Fernhaltung ungeordnet — כל הנגע בהר מות יומה — והגבלה אח העם — לך רד והנהנים והעם אל יהרסו לעלה רד העד בעם פן יהרסו אל ר׳ — und welche bedeutsame, inhaltsschwere, folgenreiche Warnung muß diese הגבלה nicht enthalten! Wie beredt bedeutsam spricht sie noch heute zu uns, wenn wir sie aus dem g-mzen Zusammenhangs des Ereignisses unb der Thatsachen zu uns reden lassen — In dem ההקדשות, in der Hingebung selbst muß die Gefahr liegen, der eben mit der הגבלה begegnet werden soll — Und liegt sie nicht darin? Greifen wir uns selber ins Herz! Da faßt uns eine heilige und heiligende Regung, wir fühlen uns gehoben, Gott näher, besser — und weil wir uns näher fühlen glauben wir schon nahe zu sein und weil wir uns besser fühlen, glauben wir uns schon gut — und vergessen, daß wir mit alledem nur erst am Anfang, am vorbereitenden Anfang stehen, daß uns die bessere Regung nur Bürgschaft ist, daß wir besser, daß wir gut werden können, daß in unserm Innern noch nicht alles erstorben ist und daß die Dahingebung unseres ganzen leiblich sinnlichen Wesens an die Meisterschaft des Göttlichen möglich! Vergessen, daß die heilige, heiligende, zu Gott emporhebende Regung uns nur Bürgschaft ist, daß das vor uns auf hohem Bergesgipfel lodernd leuchtende Gottesfeuer aus einen verwandten Funken in unserm eigenen Innern rechnen könne, der, nur freigemacht, mit ewiger Sehnsucht zu dem Göttlichen vor uns und über uns hinan und empor will, aber nimmer sein Ziel bereits erreicht hat, nimmer sein Ziel erreichen kann, so lauge er nicht die weckende, erleuchtende, läuternde, kräftigende, belebende, gestaltende, leitende Herrschaft und Meisterschuft über unser g a n z e s Wesen errungen hat — der vielmehr erst seine Arbeit, die Arbeit eines ganzen Lebens, zu vollenden hat, uns erst an unserer Stätte, in unserer irdischen Umgränzung, tiruittten unseres ganzen irdisch menschlichen Hüttenlagers, zu Gott dienenden Trägern der göttlichen Herrlichkeit zu «mwandeln. Denn nicht tim uns un-