Mannheim
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Jeschurun · 1860-05-01 · Heft 8 (Mai 1860) · p. 425

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1859-1860)
Issue
Heft 8 (Mai 1860)
Article
Ein Stelldichein des Herrn Wagner in Mannheim
Date
1860-05-01
Page
425 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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Von Rabbiner Löwenstein. 425 (ein Compliment, das ich schon längstens ablehnen muß, wie diescs auch die Z. d. I. vom Jahre 1844 No. 30 ff. darthnt), indem er mich im folgenden Augenblick den ״unbedingten Anhänger und Verehrer alles Alten" nennt (was ich auch bin und dafür gelten will, wenn man unter ״Alten" die schriftliche und die mnndliche Lehre versteht). Jedenfalls ist Herr Wagner an seiner Logik und an seiner Conseqnenz hierbei irre geworden. Das ist aber Kleinigkeit und cs kann mir ganz gleichgültig sein, wie Herr W. seinen Begriff von meiner religiösen Richtung sich zurecht legt. Wie er aber zu der schändlichen Jnvective kömmt, ich hätte die Gelegenheit der Benrtheilung einer Predigt Prägers ergriffen, um einen! lang verhaltenen Grolle Lust zu machen, läßt sich von einem ״Lichtfreunde", wie W. nicht leicht erklären. Habe ich in der Necension die Person Prägers, oder seine religiöse Richtung, seine Beweissührung, seine absichtliche oder unabsichtliche Sinnentstellungen n. dgl. angegriffen? Ich protestire hiermit vielmehr öffentlich und feierlich gegen die mir unterschobene Insinuation, als sei ich bei meinem Anstreten von persönlichen Motiven geleitet worden. Ja, ich erkläre aufrichtig und wahrhaft, daß ich für Hr. Pr. bezüglich seiner Humanität und Popularität, in's Besondere hinsichtlich seiner Bereit- Willigkeit, Anderen zu nützen — wie ich durch mir nahe stehende Personen überzeugt wurde —, von Hochachtung und Verehrung durchdrungen bin. Ich weiß aber Person und Sache zu trennen ובמקום שיש חלול השם אין חולקין כמר לדה. — Nicht so aber ein Herr W., der meiner Person Schändlichkeiten andichtet, um meine Sache dadurch mit Koth zu bewerfen. Soll etwa der Zweck das Mittel heiligen? — Nicht minder unwahr ist cs, daß ich mich mit der Hoffnung trage, in Mannheim eine separatistische Gemeinde entstehen zu sehe». Ich verwahrte mich hiergegen schon in der Einleitung meiner Rccension und trat damit nicht vor die Jsraeliten-Gemeinde Mannheim, sondem vor das Forum der Oeffentlichkeit und nur an diese erging meine Aufforderung: ״prüfe und urtheile"! Ebenso verhält es sich mit dem Hanptschlage, den Herr W> gegen mich zu führen vermeint. Der ״Kandidat ans der Würzburger Schule" (ein Candidat, der, beiläufig gesagt, mit der jüdischtheologischen Wissenschaft eine tüchtige akademische Bildung besitzt

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