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Jeschurun · 1860-05-01 · Heft 8 (Mai 1860) · p. 424

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Journal
Jeschurun
Volume
6 (1859-1860)
Issue
Heft 8 (Mai 1860)
Article
Ein Stelldichein des Herrn Wagner in Mannheim
Date
1860-05-01
Page
424 (sequence 3)
Language
German
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4-24 Ein Stelldichein des Herrn Wagner in Mannheim. künstliche Fanatismus" zur Erhaltung des angestammten Heiligthnms verwerflicher, als der zum Umstürze desselben? Dürfen die -,Jeschurunsritter", ״die Würzburger Schule" rc. mit grvßerm Rechte herabgewürdigt und verächtlich gemacht werden, als die Träger der Neologie? — Und wer zündete das verheerende Feuer an, und wer loscht? Die Conservativen, oder die Destructiven? — Oder dürfen wir nur gegen einen Sebastian Brunner, gegen einen Wagner der Kreuzzeitung u. Eons, uns ereifern, ״donnern, blitzen rc." weil sie unser heiliges Menschenrecht zu schmälern trachten, und gegen Solche, welche an unser Allerheiligstes Hand anlegen und den Stachel des religiösen Zweifels in die Brust Wehrloser senken, sollten wir uns mit Schafesgeduld benehmen, sollten sogar den vom Heraussorderer hingeworfenen ״dummen Jungen auf uns sitzen lassen"? Welche Zumuthnngl — Uebcrhaupt aber scheint Herr Dr. Dnschak sowohl die vielbesprochene Predigt, als auch meine Recension nicht aufmerksam gelesen zu haben; sonst könnte er nicht mit ״Donner und und Blitz, mit Verdächtigungen und Verunglimpfungen" um sich werfen — Begegnungen, die, wie schon gesagt in meiner Recension Sette 260 vorausgesehen sind —ohne auch nur mit einem Worte in meine Einwendungen selbst etnzngehen; sonst hätte er ferner nicht behaupten können, Herr Pr. wollte nur Gotteswort von Menschensatzungen, Wesen von Form unterschieden wissen; eine Unterscheidüng, welche ich als fadenscheinig und als in der Tendenz der Predigt nicht gelegen, hinlänglich nachgcwiesen zu haben glaube. — Ich scheide nun von Herrn Dr. Duschak mit der Anerkennung, dass er mindestens mit ehrlichen Waffen zu Felde gegen mich zog und daß seine Absicht vielleicht eine aufrichtige gewesen sein mag. Ich würde mich׳ auch nicht zu einer Erwiederung seines Zeitungsartikels herbei gelassen haben, wenn er nicht der Vorläufer eines andern Artikels in der Z. d. Z. No. 14 gewesen wäre, der die ganze Erbärmlichkeit aufdeckt, wie ein Freund zu lügenhaften und verläumderischen Mitteln greifen muß, um seinen Freund aus der Enge zu ziehen. Hätte Herr Pr. keinen bessern Anwalt, als Herrn Wagner: es stünde schlecht um seine Sache. Ich danke ihm nicht für seinen Begriff von mir, daß ich ״offen und entschieden einer der Jeschurunsgenossenschaft entgegen gesetzten Richtung huldige und den Institutionen des Juden t hu ms eine Entwtckelungösähigkeit vtndictre",

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