Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1860)
- Article
- Ein Stelldichein des Herrn Wagner in Mannheim
- Date
- 1860-05-01
- Page
- 426 (sequence 5)
- Language
- German
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426 Ein Stelldichein des Heren Wagner in Mannheim. und eine Schule, deren Letter ein Koryphäus jüdischer Gelehrsamkett und ein Mann ohne Makel ist) wäre in der That nach meiner Ansicht zur Bekleidung der Rabbinatsstclle Merchingen geeignet gewesen $ daß ich ihn aber warm und eifrig empfohlen hätte und, wie W. zu verstehen giebt, sogar bei der Wahlhandlung empfohlen hätte, ist eine offenkundige Lüge. Zn der Eigenschaft als Wahlcommissär stand ich auf ganz neutralem Boden; empfahl vielmehr der Wahl- Versammlung keine Persönlichkeiten, sondern nur die heilige Sache im Auge zu haben; dabei aber auch die Nothwendigkeit zu berücksichtigen, daß der zu Wählende auch den Anforderungen der Zeit geeignete Rechnung trage; nur müsse das Hauptgewicht auf Kenntniß der Thora und auf Gottesfurcht gelegt werden. Diese Gedanken setzte ich aus einander, ohne ans eine Person der Bewerber auch nur anzuspielen. Und hierüber kann ein Herr W. Hohn und Spott verbreiten! Nein, Herr W., von einem solchen^niedrigen, lügenhaften und verläumdcrischen Gewebe würde ich mich mit Indignation weggewendet und es schweigend übergangen haben, wäre ich nicht eine öffentliche Person, welche die Pflicht hat, jede Mißdeutung, die der Amtsthätigkcit, wenn auch nur im Allerentferntesten Abbruch thun kann, mit Entschiedenheit von sich zu weisen. Darum bin ich Ihrem Rendezvous, Herr W., wenn auch ungern, gefolgt; aber nur für dieses Mal. Auf diesem Wege trefsen wir uns nicht mehr!