Mannheim
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Jeschurun · 1860-05-01 · Heft 8 (Mai 1860) · p. 423

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1859-1860)
Issue
Heft 8 (Mai 1860)
Article
Ein Stelldichein des Herrn Wagner in Mannheim
Date
1860-05-01
Page
423 (sequence 2)
Language
German
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Von Rabbiner Löwmstein. 423 r streit von Schleppträgern aufnehmen lassen werde, die nur zu dem - gar gemeinen Mittel des Scheltens und Schimpfens greifen, ohne die eigentlichen Streitpunkte auch nur zu berühren. Mag sein, daß er mich nicht für ebenbürtig halt, um den vou ihm hingeworsenen Fehdehandschuh aufnehmen zu dürfen; allein der von ihm vertreteneu Sache wegen und damit das Publikum sein Schweigen nicht als Zugeständuiß betrachte, hätte er doch sich herablassen sollen, die von ihm der Oeffentlichkert übergebene Meinung in Schutz zu nehmen. Ich will zwar mit Herrn Präger hierüber nicht rechten, wenn auch hierin seine Ansichten von den meinigen abweichen; wie schlecht muß es aber um seine Sache stehen, wenn sein Vertheidiger aus schließli ch Hohn und Spott plaidirt und dadurch den Richter, die Lffentliche Meinung, zu täuschen sucht. Es soll und kann allerdings nicht geläugnet werden, daß auch ich nicht sehr schonend und gelinde in .> meiner Recension zu Werke ging. Wern aber noch ein jüdisches Herz j im Busen schlägt, der muß solche maßlosen Angriffe auf das ״Heiligthum seiner Religion", wie sie von Herrn Pr. der großen Oes- : fentltchkeit übergeben wurden, mit aller Kraft in ihre Grenzen zuj rückweisen, wobei jeder Unbefangene cs für natürlich finden wird, wenn man seinen Gegner nicht mit Zuckerworten abspeist. Wo sich der Streit um Principien dreht, da kann nur eine Engels- oder; eine Schauspieler-Natur alle Conveuieiizregcln beobachten. Gesetzt j aber auch, ich hätte hierin das Maß einer Recension überschritten, so bin ich doch der reeewfirten Predigt Schritt für Schritt gef folgt und habe jede unwahre Theorie nicht mit einem ״düstern Nebclschein“ umgeben und *tn ein beliebtes Halbdunkel gestellt", viel-; mehr an das Helle Tageslicht gezogen und beleuchtet. ״Prüfe und! urthetlcl" rief ich dem lesenden Publikum zu. Nicht so die Secundanteu des Herrn Pr. — Da tritt Hr. Dr. Duschak in der Zeitung des Judenthums s No. 9 zwar mit Recht auf, wenn er den Geist der Duldung und 1 der Liebe im eigenen Schoße des Judenthums vermißt und diesen j Mangel bedauert. Er frage sich aber: ist diese Unduldung, diese! Lieblosigkeit blos in! Lager der Conservativen gegen Reformer zu : finden, als daß meine Recension den Beleg dazu liefern müßte; s herrscht sie nicht auch im eigenen Schoße der Letztem? Tritt sie nicht t auch und noch stärker bei diesen hervor? Ast der ״natürliche oder

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