Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1860)
- Article
- Ijar
- Date
- 1860-05-01
- Page
- 406 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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Allein et sieht an ihnen — diesen Feinden Israels — jede ^geschichtliche Erfahrung verloren* — ״sie haben keinen Sinn für den unsichtbaren Hebel derEreigniffe* — in dem Untergange Zsj raels sähen sie nur die Urbermacht ihrer Gewalt — darum muß j Israel bleiben — mitten unter ihnen bleiben — trotz ihrer bleiben i — damit aus der Vergeblichkeit ihrer Vernichtungsversuche ihnen s eine Ahnung des in Israels Geschick sich offenbarenden Göttlichen! aufdännncre — denn — Recht und Menschlichkeit ist bei ihnen; nicht zu finden — auf Sodom und Amora's — der Bodenstolzen, i Fremdfcindlichen — Boden steht ihre Blüthe — ihre Frucht j Bitterkeit und Weh — Drachenwuth ihre Begeisterung — wie j Otterngalle grausam — j Darum fleht es den Tag der Vergeltung kommen, die Zeit wo I ihr stolzer Fuß wankt und die Zukunft sie ereilt — wo Gott als j Richter für sein Volk auftritt und mit erneuten Gesinnungen sich i zu seinen Dienern wendet — wenn erst deren Macht völlig geschwun»! den, sie nichts mehr haben, Nichts, was der Mensch bewahrt, Nichts,! was er verläßt, Nichts von Allem, was sie früher vergöttert und | dem sie ihre Erhaltung bis auf diesen Tag zuschreiben könnten׳ Dann;1 — was nicht die Blüthe und die Fülle beherzigen gelehrt — die f Jahrtausende ihrer Leidensgeschichte predigen es ihnen endlich an's;י Herz: |:| Sehet jetzt es ein, daß Ich, Ich es bin i Und kein Gott neben mir! h Ach tödte und belebe wieder, Ich habe geschlagen und Ich heile wieder Und meiner Hand entreißt man Nichts! Denn ich hebe zum Himmel meine Hand Und spreche: Ach lebe ewig — Und zu den Völkern spricht dann Gott: Lasset es nicht dahin kommen daß ich Vergeltung üben muß! ״Muß ich den Blitz meines Schwerdtes schärfen, muß meine Hand das Recht handhaben, muß ich Rache zurückgeben weinen Feinden und meinen Hassern vergelten, dann müßte ich meine Pfeile tränken mit Blut, es müßte mein Schweröl Menscheufleisch essen, vom Blut der Erschlagenen und Gefangenen, vom haarumwallten Haupte des Feindes", denn das wäre Maaß für Maaß — darum: