Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 6 (März 1860)
- Article
- Aus einem Briefwechsel über die Psalmen
- Date
- 1860-03-01
- Page
- 322 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- article
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Aus einem Briefwechsel 822 KönigthumS, welches wir bereits in der Bezeichnung "״כני erkannt — ich erinnere noch nachträglich, daß auch Engel 'בני אלדי genannt werden, als Wesen, die nicht geboren, sondern unmittelbar bet der Schöpfung vom Schöpfer in die Reihe der Existenzen gestellt sind — dieses unmittelbare von Gott Dahingestelltsein des davtdischen Köuigthums erhält noch seinen präcisern Ausdruck durch den Zusatz: אני היום ילד־תיך, ich habe heute dich gebvrem Ein Ausdruck, der sich nach Obigem von selbst, versteht. Der Nachdruck, der auf אני liegt, ist durch den Accent רביעי מוגרש hervorgehoben, der, wie sich aus einem aufmerksamen Lesen, der Psalmen ergibt, in der Regel einen besondern Nachdruck ans! das damit bezetchnete Wort legt. Das היום, heute, sichert erst dem יא־ die Bedeutung der Unmittelbarkeit. Auch alle andern natürlichen und geschichtlichen Erscheinungen sind Gottes Erzeugnisse, allein! in vermittelter Beziehung; nicht heute, sondern... durch Zurückführung auf die von Gott geschaffenen Mittel- Ursachen hängt alles mit dem allmächtigen Willen Gottes zusammen. Allein das davidtsche Königthum hat Gott heute dahingestellt. Nicht durch die vermittelnde Vergangenheit, sondern in der unmittelbaren- Gegenwart hat Gott es erzeugte Also: darum möchte ich erzählen bis es zum Gesetze wird: Gott hat. zu mir gesprochen: ״mein Sohn bist du, ich habe heute dich ״geboren! ,שאל ממגי ונו, erbitte von mir, so gebe ich Völker zu ״deinem Erbtheil und-zu deinem Besitze die Enden der Erde. Mußt ״du sie aber, brechen mit eisernen Scepter, wirst du sie wie Töpfergeräthe zerschmettern!" In diesem gegensätzliche:: Zusammenhang scheinen: mir. diese beiden Verse zu stehen. Wollte man den zweiten Satz : sin הרעם nur als eine einfache Fortsetzung des vorangehenden sip ואחנה נוים auffassen, so ließe, sich schwer begreifen, wie das, was zum Erbtheil und Eigenthum gegeben wird, von dem Besitzer und Eigenthümer sodann zerbrochen und zerstört werden soll. Was zum Erbtheil und Eigenthum. gegeben wird soll erhalten, verwaltet und seiner Bestimmung gemäß verwendet, nicht aber zerstört und Vernich-, tet. werden. Es schien mir daher durch diese beiden Verse dem davidischen Köntgthume eine Alternative hinsichtlich seiner künftigen Beziehung zu der übrigen Völkergesammtheit zugesichert zu werden. Entweder fallen.ihm. die Völker! als Erbtheil zu, huldigenzuletzt