Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1860)
- Article
- Zur Würdigung der Ansprüche des neuen Materialismus
- Date
- 1860-02-01
- Page
- 279 (sequence 10)
- Language
- German
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von Dr. Assua Gternschuß. 270 von Jahre» von Statten gehen. Was ist also natürlicher als der Schluß; wer solche ungeheure Körper schaffen und auf eine unbeschrankte Zeit in Bewegung setzen kann, muß nothwendig allmächtig sein; wer eine solche Berechnung auf eine unbeschränkte Zeit Punktlich genau zu machen im Stande ist, muß allwetse sein. Die Weisheit bedingt Selbstbewußtsetn, so wie die Allmacht und Allwetsheit die Allgerechtigkeit nothwendig bedingen. Der Herr des Weltalls ist also nicht eine bewußtlose Natur, sondern ein allmächtiges allweises und allgerechtes Wesen. Dies der Gott des gesunden Menschenverstandes. I Der Dialektiker aber — der bescheidenere nämlich — nennt i diesen Beweis den populär-philosophischen der rohen Natur, und i will mit dem verfeinerten Wohlgeschmäcke der Kunst einen methaphysischen Beweis anstatt seiner geben, und zwar, fast wörtlich wie folgt: alle Qualitäten die wir der Gottheit zuschreiben wollen, enthalten, zusammengenommen, nichts ״Widersprechendes^, keine 0<mtradictio in adjecte, also ist solch ein Wesen möglich, wenn es aber möglich ist, so ist es nothwendig, in diesem einen einzigen Falle die Nvthwendigkeit für die Möglichkeit beanspruchend. Wenn wir dem gesunden Verstände es überlassen zu urtheilen welcher Beweis Herz und Kopf mehr überzeuge, Herz und Kop mehr befriedige, mehr anspreche; so können wir es doch nicht unterlassen denjenigen, die das Wesen des Lebens durchaus erkennen, das Sehen selbst sehen, das Begreifen selbst begreifen und daß sie es erkannt, gesehen und begriffen haben, uns durchaus glauben machen wollen, öffentlich zu erklären: daß die Voltatsche Säule in ihrer stärksten Kraft zwar eine ungeheure Zerstörung, nie aber ein Leben erzeugen kann; daß die Elektrizität als unbewußte Kraft kein Bewußtsetn erzeugen und daher nicht daS Leben, geschweige der menschliche Geist sein kann: daß wir erst dann an dem Dasein der Seele, f an der Freiheit des menschlichen Willens, ja an der Gottheit zu zweifeln werden anfangen können, wenn sie selbst an das Dasein des Hungers, des Stuhles auf welchem sie sitzen, der Dampskrast, die sie fährt, der elektromagnetischen Kraft, die ihre Depeschen defördert, zweifeln werden. Denn daß sie für das Dasein Gottes