Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1860)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1860-02-01
- Page
- 262 (sequence 8)
- Language
- German
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262 Sabbathfeier. Eine Sammlung Predigten re. von M. Präger. misten. (19, 10), erklärt von Job (28, 28), sprechen: ״Die Gotl tesfurcht ist rein, sie besteht ewiglich; die Bor sch elften des j Herrn sind wahr, allesammt gerecht." Da kann keine Censurschcere, kein chemischer Prozeß, kein Secirmeffer, kein Modegeschmack angewendet werden; Nichts darf ansgeschteden werden; Alles ist rein, ewiglich, gerecht. In dieses Allerheiligste darf kein Gemeiner — und das ist jeder Sterbliche — oder er ist des Todes; sein Geist wäre ertödtet, abgestorben für das Judcnthum. Erst wenn die Ehrfurcht für das A l lcrb e i l igste — für die Gotteslchre und für das Gottesgesetz (für dieses unzertrennliche Zwillingspaar) — tief genug wurzelt; wenn יראח הטא קודמת לחכמה ist: erst dann beleuchte man die Geisteslampe, und zwar 'על עבר פני, nafy bei• inner« Seite; nicht um die Thora zu beleuchten; diese bedarf der Beleuchtung nicht — וכי לאורה צריך —, sondern um die Lampe selbst, den Menschengeist zu beleuchten; damit jene ihm, wenn auch nicht ״nach allen Seiten hin" — sonst müßte ja der Mensch Gott sein — verständlich sei. Im Heiligthum muß sich aber der dienstthuende Priester befinden; durchdrungen von der Heiligkett mw Göttlichkeit ״der Thora, die uns Moses geboten, als ein Erbgut der Versammlung Jakobs"; und nur Der befindet sich bei dem Anzünden der Geisteslampe im Heiligthum, welcher innerhalb der von der Thora selbst abgesteckten Grenzen sich bewegt; Der, welcher seiner Forschung die Erhaltung und das Halten der Thora zum Ziele setzt, zur Aufgabe macht; nicht aber Der, welcher wähnt, es könnten für viele Thorapflichte!: Surrogate ge-; boten werden; eine Augen- und eine Ohrenweide könnte die jüdi- : sche, die spccifisch jüdische That ersetzen; Menschensatzungen könnte» an die Stelle der Gottessatzungen gerückt werden. Diese Erleuchung des Menschengeistes an der ״Leuchte des Gebotes" und an dem ״Lichte der Lehre" machte unsere Altvordern so stark, so muthvoll, daß sie auch ״unter den schwersten Opfern, unter Verfolgung und Anfeindung" ihre Thora-Pflichten erfüllten. Sie ergriffen den Wanderstab, weil sie zu Gott sprachen: ״Dein Stab und Deine Stütze, sie trösten uns." Sie gaben ihre mühsam erworbene Habe zur Rettung ihres Judenthums hin, weil sie sprachen: ״Bester die Lehre Deines Mundes, als Tausende von Gold und Silber." Die Leuchte des Gebotes und das Licht der Thora