Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1860)
- Article
- Schewat
- Date
- 1860-02-01
- Page
- 235 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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] und uns den Segen gönnen, der uns beglückt." ״Wenn wir unsere j Gemeindcangelegcnheiten in geregelte Form und unfern Gottesdienst i in anständige Ordnung bringen, werden wir bet unserer Regierung! und unfern nichtjüdtschen Brüdern zu Ehren kommen und es werden! uns selbst die ihre Achtung nicht versagen, die uns sonst verlacht" rc. rc. I Sind das nicht Sätze aus dem Codex unserer Erziehungs- und Weisheits-Lehre? Und mit solchen Grundsätzen, solchen Hebeln des; Wollens und des Thuns sotten uns Kinder, sott uns eine Jugend, j sollen uns Männer und Frauen erwachsen, denen der jüdische i Mtzwah-Siun in das Mark des Lebens gedrungen und die nichts anderes wollen auf Erden, als ״Leisten", für Andere sein, für Gott und sein Heilgthum athmen und arbeiten, lernen und schassen? j Da wollen wir eine Jugend haben, die noch mit innigerem Ent- | zücken auf dem Felde der Gottes- und Lebenserkenntniß Blütheu! pflückt, als den Blumen der Lust und des Genusses nachzujagen, Män-! «er und Frauen, die für Gottes Mtzwah Tag und Nacht bereit j wären, flch von ihrer Pflicht nicht wegdrohen und nicht weglocken s und nicht wegwitzeln zu lassen, — die in ihrem Herzen den Dach vidsschwur geschworen: ״nicht gehe ich ein in meines Hauses Zelt, sj nicht besteige ich mit Ruhe meines Lagers Bett, nicht gönne ich 1׳ Schlaf meinen Augen, nicht meinen Wimpern Schlummer, bis ich eine Stätte für Gott gefunden, Wohnungen für die Schwungkraft :j Jakobs"? — Männer und Frauen, die nur leistend sich zahlen wollen, auf die Israel, ans die Gott und sein Heiltgthum zählen s könne, und die nur in der Mitarbeit an עבודת אהל מועד an dein :ן Dienste des Bestimmungszeltcs ihr Andenken vor Gott zu finden j hoffen? Da soll uns ein Geschlecht erwachsen, in welchem der Arme j nicht den Reichen beneidet, der Reiche nicht mit Stolz auf den .j Armen hinabblickt, in welchem sich alle in ihrem Lebensglück, in j ihren! Lcbensberuf gleich vor Gott erblicken, in welchem Alle nur i Einen Wetteifer kennen: ihren Dienst dem Gotteshetligthun! voll zu leisten, in welchem Alle nur mit einem halben Schekel vor Gott ■ 1 dasteheu und tief und freudig, ernst und selig es empfinden: wie auch die Mannigfaltigkeit der Lebensstellungen klüstet, in dem Grunde, der unseres Lebens Heiligthum trägt, in der Lösung, in welcher j unser Lebensheiligthum seine Vollendung findet, darin haben wir; Alle Eine gleiche Geltung, Einen gleichen Berus, Ein gleiches