Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1860)
- Article
- Die in der Nähe des Ludwigsbahnhofes in Mainz aufgefundenen jüdischen Grabsteine
- Date
- 1860-01-01
- Page
- 208 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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208 Die ln der Nähe bc« vubnlgbahnhofes in Mainz aufgesundeiien jüb. Grabsteine. Hier ward versenkt unter Wehklagen unser Herr, Führer und Lehrer Jechiel der Sohn des Rabbiners Rabbi Moscheh, ha Lewt, der einging zu seiner ewigen Heimath, am 14. Marscheschwan (October) am 1. (Wochen-) Tage 141 (1380). Es möge seine Seele ausgenommen werden in den Bund der Lebendigen! Dieser R. Jechiel ist wahrscheinlich der Großvater des oben in der Anmerkung erwähnten berühmten R. Jakob ben R. Moscheh ha Lewi. Als Beispiel einer schönen Schreibweise, möge folgende Inschrift hier ihre Stelle finden: כליל־1 חפארר־ז בראשה נתחי מעבת אבן וזרע קודש מעבחה האלמנה והזקינה מרח פיאר בת הקרוש רבי אליעזר אשר מעשיה היו יפים ונעים כקטורת וכפארי המגבעו׳ ותמת ותקבר. Als Krone des Ruhmes habe ich an ihr Haupt gesetzt ein Denkmal von Stein, doch ist die heilige Nachkommenschaft ihr blechendes Denkmal*), die Wittwe, die alte, ehrwürdige Frau Peiar, Tochter des heiligen**) Rabbi Elieser, deren Thaten schön und herrlich waren wie Räucherwerk (auf Gottes Altar) und wie der Schmuck der Priestertiaren***); sie starb und ward begraben ....... Der Fuß des Steines und mit ihm der Schluß der Inschrift ist abgebrochen. *) Nach Jesaias C. 6, V. 13. **) Die Märtyrer bekamen das Prädicat ״heilig." ***) Nach II. B. M. C. 36, V. 28.