Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1860)
- Article
- Worte bei der Schulfeier der Unterrichtsanstalt der Israelitischen Religionsgesellschaft zu Frankfurt a. M.
- Date
- 1860-01-01
- Page
- 201 (sequence 14)
- Language
- German
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in bet Untere.-Anstalt der Ist. Rel.-Ges. in Franks, a. M. 20! Viele auch über die Erde gewandelt und haben die Menschen gelehrt, reicher zu werden, bequemer zu leben, rascher und mannigfaltiger zu strebrn und zu genießen z so Viele mich auf Erden gelebt, die die Geheimnisse der Himmelsfernen und der Erdenttefen enthüllt; so viele Denker, Entdecker unb Erfinder auch durch die Großartigkeit und Nützlichkeit ihrer Gedanken, Erfindungen und Entdeckungen geglänzt und unsere Lebensweisen nach der materiellen Seite hin bequemer, annehmlicher und ausgiebiger gestaltet: — dankbar nennt die Welt ihre Namen, allein für keinen steht die gatize Nation auf und windet ihm die Kränze ihres Dankes. Schillern den Kranz einer Nation! Und warum? Weil Schiller ihnen das gebracht, was noch besser ist als Geld und Gut, was den irdischen Gütern und Besttzthümern erst der: rechten Werth und die wahre Bedeutung gewährt und die Ziele erstreben lehrt, in welchen auch die irdischen Güter erst ihre Würdigung für die Ewigkrit gewinnen. Weil Schiller sie gelehrt, den geistigen Gütern, den hohen Gedanken anzugehören, und es verstanden hat, ewige Wahr- Herten in so schöne Formen zu kleiden, daß die Menschen durch ste an der Hand des Schönen zur Liebe des Wahren und Guten gelangen. Darum Preist ihn die Welt und darum freut sich seiner die Welt. Seht, meine lieben jungen Freunde und Freundinnen, das möchten wir so gerne für eure jugendlichen Gemüther die Frucht dieser Feier sein lassen, daß ihr durch sie den Werth der geistigen Güter schätzen lernt und euch entschließet, wie Schiller den geistigen Gütern nachzustreben und euer lebenlang Freunde und Freundinnen zu bleiben alles .dessen, was den Geist erleuchtet .unb das Herz veredelt und was die Menschen menschlicher und gesitteter macht und sie dadurch auch freudig und vergnügt macht in jeglicher Lage, daß sie dessen leichter entbehren, was der Wechsel der Zeiten gibt und;der Wechsel der Zeiten nimmt. Schiller können wir nicht Alle werden! Jahrhunderte vergehen, ehe solche Geister geboren werden. Allein im Ernst des Strebens kann Jeder Schiller gleich sich nicht durch hie Schwierigkeiten des Lebens zurückschreckcn lassen von dem, wofür die Brust erglüht und der Geist in ihm erwacht ist, kann Jeder dm hohen Zielen des Lebens nachstrebe!! und, wie unsere;Weisen sagen würden: סוף הכבוד לבוא, die Ehre der ZuknM allein