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Jeschurun · 1860-01-01 · Heft 4 (Januar 1860) · p. 190

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1859-1860)
Issue
Heft 4 (Januar 1860)
Article
Worte bei der Schulfeier der Unterrichtsanstalt der Israelitischen Religionsgesellschaft zu Frankfurt a. M.
Date
1860-01-01
Page
190 (sequence 3)
Language
German
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gtfcvrtjtit tat bjx GchUleeftttr von Dvon, von Seiner Weisheit! Mn Abglanz Seiner Weisheit in des Sterblichen Grt-Heit/ ein Nachhall Seine- Geistelebt ans den Appen desterblichen Weisen, und כחך שנתן מחכמתו ent ״mb, sie lehren und preisen Den, der von Seiner Weisheit dem GMMPm verliehe«. / Wer aber wäre würdiger dieses zu Gott nufblickenden Gruße-, wen würden unsere Weisen freudiger also grüßen, alden Man», besten Grdächtniß diese Stunde geweiht ist! Wenn in diesem Au- WtAicke ans weitem Erdenrunde,/ wo nur die vaterländische Zunge verstanden wird, wo nur deutsche- Oemüth und deutscher Geist ach- «tet^ ja weit über den Krei» der deutschen Zunge hinan-, wohi» um eine Kunde von seinen Gelängen und Dichtungen gedrungen, der Maml" gefeiert wird, den Deutschland so stolz ,seinen" Schilln nennt: wären unsere Väter vielleicht die einzigen Weisen atif Erderr, die einem solchen Manne gegenüber zuerst auf Den hinwie se», dessen ist all dawahrhaft Gute und Schöne, all dawahrhaft Mmsthe« Erleuchtende und Veredelnde, da- Schiller'- Brust gefühlt, das Schiller- Geist geschaut und bas seine Dichtungen also herzgewinnrnd htuausgesungen, daß es noch heute, nachdem schon längst da- Grab seine sterbliche Hülle deckt, Gemüther und Geister bewegt und so viele MtÜtorier: Seelen in diesem Augenblick in dem frohen Bewußtsein vereint, daß ihnen vor hundert Jahren ein Schiller gchoren worden! Sie würden gerade in Schiller'- geistiger B-׳ gaNtng vor Allem die Spende und Gabe מחכמתו, die Spende und Gabe von göttlicher Weisheit preisen. Denn nicht durch Entdeckung gen in de- Himmels Sphären, nicht durch Erforschungen in der Erde Tiefen ist Schiller der Welt theuer geworden. Der Genius, dem diese Stunde geweiht, hatte daschönste, göttlichste Werk zu seiner Gedanken Ziel, zu seiner Gedanken Inhalt, zu seiner Leier Tönen, zu seines Gemütbe- Empfindungen und zu seine- Geiste- Schöpfungen sich gewählt. ES war der Mensch und da- Menschlichste im Menschen und da- Göttlichste im Menschlichen, das eben in Schiller seinen Ausdruck fand. Und eben weil das, was dieser Geist auf Erden gesungen, dem Reinen, dem Menschlichen und dem Göttlichen im Menschen geweiht war; weil es eben das gewesen, worin der Mensch seinbesseres Theil, sein bessere- Selbst wieder

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