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Jeschurun · 1859-12-01 · Heft 3 (Dezember 1859) · p. 142

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1859-1860)
Issue
Heft 3 (Dezember 1859)
Article
Die Juden und die Spaziergänge in Frankfurt a. M. im Jahre 1769
Date
1859-12-01
Page
142 (sequence 5)
Language
German
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142 Die Juden und die Spaziergänge in Frankfurt a. M. im Jahr 1769° Auch diese Verordnung scheint indessen nicht den gewünschten Erfolg gehabt zu haben, denn obgleich der Senat am 15. Jan- 1765 das Edikt erneuerte, reichte Löbl. Bauamt 27׳ Sept. 1769 einen unterthänigcn Bericht ad Senatum: j ״den von denen Jüdischen Baumeistern begehrten Spaziergang auf dem Glacis betreffend", der nach den Bauamtsakten wörtlich so lautet: ״Die von den Jüdischen Baumeistern, (d. h. Gemcindcvorsichern) den 29» August a. c. überreichte Bittschrift ist ein abermaliger Beweis von dem grenzenlosen Hochmuthe dieses Volkes j und wie sie alle Mühe anwenden, 1!m sich bei allen Gelegenheiten j denen christlichen Einwohnern gleich zu setzen. Es gereichet dahero Unterzeichneten Deputatis des löblichen Bau-Amtes zu gehorsamsten Dank, da cs Ew. Hochedlen hochgeneigtest gefällig gewesen durch! das verehrl, Conklusum vom 12. Sept. über diese seltsame Bitte j nnfern Bericht abzufordern, welchen grosgunstrgsten Auftrag wir j jetzo in möglichster Kürze befolgen werden.! Von derselbigen Stunde an, da man auf Befehl eines hoch-! edlen Nathcö angefaugen hat, das Glacis um die Thore in bessern n Stand zu setzen und zu angenehmen Spaziergängen zu machen, hat auch der Streit zwischen denen Arbeitern und denen Juden angefaugen. Dieses neugierige Volk hat kaum bemerket, baß daselbst etwas j Neues vorgche, so sind sie zu ganzen Haufen dahin gelaufen, auf dem neuen Weg herumgetretten, und würden, wenn ihnen nicht Einhalt gcthan worden, alles, was in einem Tage gemacht worden,! den andern ruinirt haben. Ist cs ihnen von dem Aufseher Woll- 1 rath oder denen Arbeitern verbotten worden, so haben sie jenem j genngschaßig begegnet, diese aber mir Schimpf-Reden belegt, woj rauf sie, wie leicht zu erachten, eben nicht allzuhöflich geantwortet, jj welches dann uns vielen Verdruß und Ueberlauf abseiten der Juden jj verursacht hat; kaum aber haben wir erfahren, daß die Arbeiter;{ einige jüdische Uebertreter des Verbotes gepfändet hatten; so haben j wir ihnen das abgcpfändete wiederum ganz nnentgeldlich zurück-! geben lassen, und denen Arbeitern solches verboten, auch ihnen dej fohlen, wenn die Inden sich nicht in die Schranken der Ordnung j in Güte weissen lassen wollten, daß sie ohne weiteres Gezanke die j

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