Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1859)
- Article
- Aus einem Briefwechsel über die Psalmen
- Date
- 1859-12-01
- Page
- 133 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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über Hc Psalmen. 3. 133 ringsum zu kämpfen hatte. Er ward משיח אלד׳ יעקב der Gesalbte Gottes, der Israel auch als ״Jakob" nicht verläßt. Er ward aber noch mehr als dies, er ward נעים זמירוח ישראל, er bahnte dem Gottcssieze im Innern Israels, der Umwandlung Jakobs in Israel durch seine Gesänge den Weg, er ward durch seine Israeli- Lieder der König der Geister und Herzen, er ward so הגבר הוקם על, der von Gott hoch aufgerichtete Mann, der über Israel und durch Israel über die Menschheit eine Geistesmacht sonder Gleichen zu üben berufen war. Von dem Augenblicke, in welchem seine Knabenhand den Philistcrheldcn besiegte, war sein thatenreiches Leben für Israel eine fortlaufende Reihe gottvcrherrlichender Siege. Allein sein Personliches Leben war bis an sein Ende eine Kette von Leiden und Prüflingen, ein Kampf gegen Feinde und Neider, ein Kanipf auch gegen Verirrungen und ihre Folgen — und nicht durch jene königliche Schlachtcusiege, durch diese Kämpfe des individuellen Lebens ward er der wahrhafte König Israels und — der Menschheit. Er, der jederzeit bereit war für seines Volkes Heil in den Tod zn gehen, zog zur Vertheidignng seines eigenen Rechts nie sein Schwerdt, that für sein individuelles Interesse nie einen Schritt, legte seine Zukunft ganz in Gottes Hände und überließ sein Geschick völlig seinem Gott. Ihm war sein ganzes Wechselvolles Leben nichts als eine Schule Gott kennen zu lernen, wie er dem individuellsten Menschenleben mit seinen unsichtbaren WaltungSwundcrn nahe ist, und zugleich das Göttliche der sittlichen Kraft in dem Menschen kennen zu lernen, die, von Gott geweckt, dem Mensche» zum Siege vcrhilft über sich selbst und zum Siege über alle Bitterkeiten des äußern Lebens und ihn schon mit dem seligheiter» Siegcskranz krönt selbst während noch die Wetter der äußcrn Gefahren ihn nmgrollen — Und was er lernte, das lernte er um zu lehren, er schaute Gott und Göttliches, um seinem Volk, um über sein Volk hinaus jeder reine» Mcnschenbrust zum gleichen Schauen zu verhelfen. Seine ganze Seele ward ,Id,הר, ward, wie daö Wort sagt, ein Spiegel um die Strahlen des Göttlichen zu trinke» und wiedcrznstrahlcn. Jeder Schritt, jede Erfahrung, jeder Sch.ncrz, jede Freude, jede Thränc, jedes Entzücken ward zum 8*