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Jeschurun · 1859-12-01 · Heft 3 (Dezember 1859) · p. 122

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1859-1860)
Issue
Heft 3 (Dezember 1859)
Article
Kislew
Date
1859-12-01
Page
122 (sequence 8)
Language
German
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122 KiSlcw. Und 'tum, nachdem alle Jahrtausende unserer gcsckichtlicben Vergangenheit den siegreichen Geist der Channckah in Israel verbürgen, nachdem Israel allein nicht nur die Channckah, sondern die Wicdcr-Channckah, die Wicder-Wcihe kennt, die ewig wicdcrkchrcnde und dann in gesteigerter Begeisterung wicdcrkehrende Weihe und fortschreitende Hingebung an das von Anfang an in stebcnfachcr Höhe hoch aufgcstcckte Ziel: wollen wir gleichwohl, — wer weiß wie nahe am Ziele — den Math verlieren, wollen unsere Chanuckah nur kalt als Erinnerung vergangener alter Tage, nicht aber unser wnn חינוך על 2׳, nicht als ״Rüste und Weihe für unsere Zukunft" feiern, wollen das Licht der Channckah in unseren Haufern nicht in der Zuversicht anzünden, cs werde, wenn anch siebenmal die Weihe verloren, endlich dennoch in immer steigenderem Lichte das Ziel gewönne», und während Israels Channckah damit begann, das Licht des Hauses am Lichte des Tempels zu entzünden, die neue, endliche Channckah damit gewonnen werden würde, an dem siegreich gepflegten Lichte des Hauses das Tempcllicht dann zum wahrhaftigen ewigen נר חמיד sich entzünden zu lassen? Sagen uns denn nicht alle Zeichen der Zeit, daß uns eine neue wirkliche Channckah von Nöthen? Und ist diese Chanuckah je in Israel auSgeblicben wenn sie von Nöthen gewesen? Hat nicht wieder antiochäische Gefahr Tempel und Häuser Israels ergriffen und schreit das Heiligthum nicht laut auf nach einem Hasmonäcr- Geist, der cs und seine Kinder vor dem Eindringen jüdische Wahrheit und jüdisches Leben tödtcndcn hellenischen Hauches rette? Hat hellenischer Schwindel, der den Menschen sich selbst zur Anbetung gibt, der das Mcnschcnidcal mit all seinen Schwächen und Gebrechen zum Gott und den Anstand und das menschliche Wohlgefallen zum Maaßstab der Sitte und der Pflicht setzt, der, statt den Menschen zum Lichte des Göttlichen zu erheben, das Göttliche hinabzieht in die Dämmerung der schönen Sinnlichkeit des Menschen — hat dieser ganze, den Menschen um seine Würde und den Inden um seine Pflicht betrügende Schwindel nicht wieder gerade die Regionen ergriffen, die als die Leiter und Lehrer der Gemeinde die eherne Phalanx bilden sollten um das Gottcshciligthum, das Heiligthum in feiner Wahrheit und das Volk in seiner Treue vor jedem Andringen unjüdischen Wesens zu retten? Ist die jüdische

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