Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1859)
- Article
- Kislew
- Date
- 1859-12-01
- Page
- 117 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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הנכד. 117 Tag nicht erleben und schon Tags darauf wie die welken Kränze einer gestrigen Tempelwcihe, einer gestrigen Consirmation, einer ge strigcn Hochzeit ihr: nie tra■■ sir. selbst all der Gefühle und Gesinnungen, al! der Entschlüsse und Weihegedanken predigen, die ihr in den ״Weihestnnden" doch als die einigen und unvergänglichen gepriesen? Warum? weil eure Begeisterung und Weihe selbst von vornherein eine Luge. Ihr begeistert, aber es fehlt euch der Gegenstand, für den ihr begeistert, Ihr weiht, aber es ist euch das Leben abhanden gekommen zu dem ihr weiht. Ihr begeistert nicht das Kind für das Pflichtlebcn der Knaben- und Mädchen, den Knaben und das Mädchen nicht für das Pflichtleben der Jünglinge und Jungfrauen, den Jüngling und die Jungfrau nicht für das Pflichtleben des Manues und der Frau, den. Mann und das Weib nicht für das Pflichtleben des Greisen und der Greisin, den Greis und die Greisin nicht für das Leben ihrer diesseitigen unb jenseitigen Ewigkeit. Das Entzücken eurer Braut-׳ und Fluter-Wochen liegt nicht in dem kommenden Ernst der Ehe, die Begeisterung eurer Tempelwcihen uicht in dem kommenden Ernst des Tempellebens, ihr versteht es nicht חנוך על פי דרכו Dinge und Menschen für ihre Zukunft zu rüsten und in dieser Zukunft ju begeistern und durch diese Zukunft zu weiden, eure W e i h e ist st cts ein. G ipselp u n k t, von C cm es nur ein Her ab steigen gibt, und sie soll doch ein Anfang fein, der zum hinanklimmenden Fortschritt führt. Eurer Begeisterung und Weihe fohlt der inhaltsvolle Kern, sie haben keinen Gegenstand als sich selbst, sie sind euch Selbstzweck und darum verpuffen sie und lassen euch in Nacht wie die Rakete, wenn ihr Brennstoff verzehrt. Die Liebe eurer Braut war Tändelei, die Liebe eurer Kinder Zärtlichkeit, das Interesse an eurem Tempelbau der Glanz und der Stolz der Einwcihungsfeier; aber ihr herzet in der Braut nicht das einstige Weib, ihr liebt in dem Kinde nicht den einstigen Mann, ihr weiht eure Tempel uicht— um sie zu besuchen, ihr setzet die Wahrheit nirgends am Anfang, darum habt ihr Täuschung und Lüge an-allen Enden. Wie anders die jüdische Begeisterung und Weibe, wie anders die jüdische Channckah, wo utib wann immer sie anftritt! חינוך, die jüdische Meuschen-Channckah speist das Kind nicht mit Mahrcben, den Knaben uicht mit Fabeln, nicht mit Romantik den Jüngling, gängelt Kindheit und Jugend nicht mit Anschaltungen eitler Welt 8*