Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 2 (November 1859)
- Article
- Grundlinien der jüdischen Symbolik
- Date
- 1859-11-01
- Page
- 86 (sequence 7)
- Language
- German
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86 Grundlinien einer jüdischen Symbolik. sorgt nicht in Zeit der Dürre, er Hort nimmer auf Früchte zu schaffen." Denn ״Israels Born ist Gott, wer ihn verläßt, wird verdorrend zu Schanden, wird als Abtrünniger schon ans Erden verzeichnet, daß er den Quell des lebendigen Wassers, daß er Gott verlassen." Wie hier Gott der Quell ist an dem der Gottvertrauende wie ein ewig frischer Baum grünt und blüht, so ist Ps. 1. das göttliche Gesetz, 'תורת ר, der Quell, der den, der ihr sich mit seinem ganzen Streben und Sinnen hingibt, zu einem Baum werden läßt, gepflanzt an Wafferbäche, der seine Frucht zur rechten Zeit giebt, dessen Blatt nie welkt und der Alles was er beginnt glücklich ausführt." Und wenn Josaias 65. die einstige paradiesische Wiederherstellung der Zukunft geschildert wird wozu auch die Wiederkehr der langen Lebensdauer gehört, heißt es: ״wie des Baumes Tage sind die Tage meines Volkes und ihrer Hände Werk überdauern meine Erwählten." Andererseits ist Prov. 3, 18, die Weisheit selbst ״ein Baum des Lebens für die, die sich an ihn halten," ״die Frucht des Gerechten",— was er erstrebt und gewinnt, nichts Selbstsüchtiges, Unfruchtbares, sondern das. 11, 30, ״ein Baum des Lebens", ״ein Baum des Lebens", ebenso das. 15, 4, ״Alles was der Rede des Menschen Heilung bringt", was sein Wort rein und wahr macht. Hier sind die Weisheit, die Ziele des Gerechten und Alles, was den Menschen von sittlichen Gebrechen heilt, Momente, die eine lange fortgesetzte und immer fortschreitende Pflege erheischen, die ernste Ausdauer aber mit der herrlichen Frucht des ״Lebens" lohnen, sie sind darum ein ״Baum" des Lebens. Während indeß עץ, Baum im Allgemeinen ein Bild der fortschreitenden Blüthe und Entfaltung ist, so tritt in אח, der Zeder zu deren 10 Arten (R. Haschana 23, a.) שיטה, die Holzart gehört, die beim Bau der Stiftshütte und ihren Geräthen zur Ver- Wendung kam, insbesondere das Merkmal der Kraft und Größe hervor; sie wird das Bild einer hervorragenden Macht, und verbundeu mit dem allgemeinen Merkmal des immer frischen Blühens und Entsaltens, wird die Zeder das Bild des höchsten, mächtigsten Gedeihens. Die emoritische Macht, die Gott vor Israel vertrieb, hatte, Ämos 2, 9. eine Höhe wie Zedern, Israels Bundesfreund ist, Hoheslied 5, 15, ״auserlesen wie Zedern," Israel, der ״Weinstock, den Gott gepflanzt", hatte Ps. 80, 11 Zweige, wie Gottes