Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 2 (November 1859)
- Article
- Grundlinien der jüdischen Symbolik
- Date
- 1859-11-01
- Page
- 85 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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VII. DK StiftShütk. 2. Die Stoffe. 85 währenden Stoff taugen und daher insbesondere zn Säcken verwandt worden sein. Auch Rizpah spannt einen solchen Stoff über den Fels ans um Monate lang geliebte Leichen zu schützen. Sam. II. 21, 27. Die Widder- und Thachasch-Felle besprechen wir bei ihrer Ver- Wendung. Hier nur noch: L!׳!M-Holz. pp, Baum, ist unter allen organischen Wesen, dasjenige Individunm, das vor unseren Augen aus den kleinsten Anfängen sich entwickelt, in dieser Entwickelung am längsten fortschreitet, sich durch diese Entwickelung am meisten vervielfältigt und am weitesten verbreitet, und zugleich als Individuum die größte Höhe im Raume und die längste Dauer in der Zeit erreicht. Es bot sich daher pp, der Baum, als die natürlichste Metapher für alles fortschreitende Blühen und Sichentwickeln da, für alle erst im Laufe der Zeit und durch hingebendes Bemühen zu realistrende Hoffnung und zugleich für die längste individuelle Fortdauer. Indem aber dieses Gedeihen, Fortschreiten und Dauern des Baumes an äußere Bedingungen, insbesondere an das Vorhandensein, die Nähe und die hinreichende Aufnahme des Wassers geknüpft ist, so ward zugleich der Baum das entsprechende Bild für den in Gott und seinem Worte wurzelnden und daraus Gedeihen und Blüthe schöpfenden Gerechten und sein Gegentheil. Gott und sein Gesetz ist der Quell und der Mensch ist der Baum, der aus ihnen Saft und Kraft, Leben und Blüthe gewinnt, und der ohne sie welkt und verdorrt. So ״hat der Baum stets Hoffnung (Job, 14.), wird er gefällt, er ersetzt sich aufs neu und sein Sastsaugen ״Hort nicht" auf. Altert selbst in der Erde seine Wurzel und erstirbt im Staube sein Stamm, von Waffers Dust blüht er neu auf und schafft Frucht als wäre er jüngst erst gepflanzt; und der Mann stürbe wenn er schwach geworden, es verscheide der Mensch und wäre gar nicht mehr?!" ״Wer auf Menschen vertraut, Fletsch seinen Arm sein läßt, und von Gott sein Herz weicht," der ist, Jerem. 17, ״wie ein Einsamer in der Oede, der wohnt auf durchglühtem Wafferboden, der keine Stätte bietet." Wer aber auf Gott vertraut, ״der ist wie ein am Wasser gepflanzter Baum, der schickt zum Wasser-Arm seine Wurzel, der erfährt's nicht wann Hitze kommt, dessen Blatt ist immer frisch, er