Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 2 (November 1859)
- Article
- Marcheschwan
- Date
- 1859-11-01
- Page
- 77 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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Dtc Berachoth. 77 segnet mit Allem und durch Alles, was du mir gibst und nimmst! Sollen wir — auszusprechen, wer vermöchte es! — sollen wir anzudeuten versuchen, welche Kraft, welchen Frieden, welche Seligkeit dem Juden mit dem Schatze dieses Wortes vermacht? ״Segne mich!" — Einer Welt voller Berge und Klippen, einer Natur voller dämonischer segenstörender Kräfte, einer Gesellschaft voller neidischer, das Glück jedes Einzelnen versagender und bekämpfender Mächte mußt du die Erfüllung dieses Wunsches abringen. טרף: der Natur abgejagten Raub, ילחם: der Gesellschaft abgewvnnenen Kampfpreis, nennst du schon das nackteste Stückchen Nahrung und Brod mit dem du das bloße Dasein fristest — und das ist dir doch noch so weit, so weit ab von dem, was du Segen nennen möchtest — und dieser Wunsch nach Segen auf deinen Lippen sollte dir Mnth und Kraft verleihen können, jene Jagd zu vollbringen, jenen Kamps zu bestehen, Mnth und Kraft zur Jagd und zum Kampfe um das Höchste dir Ohnmächtigen, Armen, Einzelnen gegen eine Welt feindlicher, verneinender Mächte?! Warum gerade dir gewährt, was Allen versagt? Woher gerade dir Das gelingen, wobei Tausende scheitern?! Aber: ״Werde Gott gesegnet durch mich!" — und es ist gar nicht mehr dein Werk, das du treibst, sind gar nicht mehr deine Wünsche, deren Erfüllung du anstrebst, — so klein und gering und von Menschen vielleicht belächelt dein Beginnen sein mag, an der Stelle, wo du stehst, mit dem kleinen Maaß von Kräften, das dir verliehen, in dem umschränkten Umkreis deines Wirkens ist es doch der Wille und das Werk des allmächtigen Gottes des Himmels und der Erde, des Königs der Welt, deines Gottes, der dich dahin gestellt hat, und dessen Hauch dich belebt, an deiner Stelle, auf deinem Ihm nicht, verlorenen Posten Sein Werk zu vollbringen, und somit ist er dir zur Sette, kämpft für dich den Kampf mit der Natur, ringt für dich den Kamps der Gesellschaft, ist dein Schirm und dein Schild, dein Sieg und deine Macht; vor Ihm, nicht vor dir weicht die zu überwindende Welt zurück; du bist sein Arbeiter, ״hast seinen Willen zu dem deinigen gemacht, darum ״macht Er deinen Willen zu dem seinigen, hast deinen Willen auf-