Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1859-1860)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1859)
- Article
- Aus einem Briefwechsel über die Psalmen
- Date
- 1859-10-01
- Page
- 33 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Aus einem Briefwechsel über die Psalmen. ZI So finden Sie alle die übereinander geordneten Glieder in innigem, gegenseitigem Zusammenhänge des Grundes und der Folge, der Ursache und Wirkung. Und das Resultat des Ganzen ist:!וכל אשר יעשה יצליח צלח heißt: ungehindert zum Ziele gelangen, rasch irgendwo-; hinkommen. Daher vom Feuer, das unaufhaltsam seinen verheeren-! den Weg macht פן יצלח כאש כיח יוסף, Auws. 5. Vom raschen Ueber-! schreiten eines Flusies 2 וצלמו הירק Sam. 19. Von der entspre-! chenden Tauglichkeit eines Gegenstandes oder einer Person für ei- ,len Zweck: נשחת חאוור לא יצלח לכל Jerem. 13. היצלח למלאכה, j ורצלחי למלוכה Jcchesk. 15, 16. Daher auch vom Wege, der ungc-? hindert bis zum Ziele gelaugt מרוע דרך רשעים צלחה Jerem. 12. — | הצליח kommt nun mit alleiniger Ausnahme von Richter 18, 18. nicht i von dem Gegenstände, oder Menschen der zum Ziele gelangt, son-; brat von demjenigen vor, der einen Menschen, oder einen Gegenstand, ein Unternehmen u. s. w. zum Ziele führt, zum Ziele ge- Jungen läßt. In unserer Stelle ist daher wohl das כל וגו׳ nicht das Subjekt, sondern das Objekt zu יצליח, es heißt nicht: ״undalles was er thut gelingt", sondern: ״und Alles führt er glücklich aus", er j bewirkt, daß Alles was er thut glücklich zum Ziele gelangt. Es ist somit hier die tiefe Grundwahrheit niedergelegt: daß auch das äußere Glück, die Erreichung der von uns im äußern Leben angestrcb- Jen Ziele, אשרינו, wie es gleich Eingangs genannt war, unsere! ״Fortschritte", nicht sowohl durch äußere, sich unserer Macht entztehcnde, Verhältnisse bedingt seien, sondern mit unserer inuern sittlichen Vollendung und mit der sittlichen Vollendung unseres Wandels, die!ganz in unseren Händen liegen, wir auch zugleich das Glück unseres Le- Jens, die Erreichung unserer Lebensziele in Händen haben. Der Manu, der Böses nie mit Vorsatz übt, im Leichtsinn nie verharrt, sich tn Vcrjehrung des Wahren und Heiligen nie durch Sophismen irre machen läßt, vielmehr nur den in der Gotteslchre geossenbarten Gotteswil- Jen zur Verwirklichung bringen will, und daher atts dieser Lehre unaufhörlich die Gedanken für seine That und seine Erkenntniß;schöpft, der wird nicht nur durch diese Lehre, in welche er mit al-!len Fasern seines geistigen und leiblichett Daseins wurzelt, ein zur . sittlichen und geistigen Vollendung blühender und reifender Mensch, i s