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Jeschurun · 1859-10-01 · Heft 1 (Oktober 1859) · p. 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
6 (1859-1860)
Issue
Heft 1 (Oktober 1859)
Article
Tischri
Date
1859-10-01
Page
7 (sequence 7)
Language
German
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IRI
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8 Tischrl. שופר uns zu Gott erhebt, ruft mw Gott und seine Gnade und seine Ltebesherrlichkeit herab etnzuziehen in die ״Myriaden Israels", die ihre Herzen und Hütten wieder seiner Herrschaft und Leitung, somit seiner segnenden und schirmenden Führung öffnen. Außer dem Tempel, ממלין, treten diese beiden Richtungen, שופר וחצוצרות, nur getrennt in die Erscheinung: מקום שיש שופר אין חצוצות מקום שיש חצצרוח אין שופר} allein im Tempel, wo Israel seines gleichzeitig das Gesetz hütenden und die Gottesherrlichkeit tragenden .Cherubim-Berufs inne werden soll, wo eben in dieser Gegenseitigkeit das Band geknüpft wird, in welchem der ewige Gottesbund mit Israel beruht, da treffen stets beide Richtungen zusammen. Gottes Stimme an Israel, Israels Stimme an Gott begegnen sich, Israel ruft nie zu seinem Gott empor ohne gleichzeitig Gottes Ruf an sich zu vernehmen, »ie חצוצרת ohne שופר; Israel vernimurt nie den Gottes-Ruf ohne eben damit gleichzeitig Gott zu sich zu rufen, nie שופר ohne בחצוצרת וקול שופר הריעו לפני המלך ד' — ,וזצוצרת — Gottes und Israels Stimme begegnen sich, urtb diese Begegnung bildet den Knoten des ewigen Gvttesbundes mit Israel — bereitet der Schechinah die ewige Stätte in ihremVolk. Ist aber תרועה ein Aufruf und sind wir berechtigt in תרועת שופר den Aufruf Gott es an uns zu vernehmen: wer sähe nicht wie dann in der einfachen Bestimmung: יום תרועה יהל לבם Alles gesagt und vorbereitet ist, was in so reicher Fülle dieser Theruah- Tag an ernstester und seligster Bestimmung für unser Gedanken- und Gefühlsleben vor Gott und für unser gotttreues Thatenleben Jahrtausende herab uns geworden? Wer sähe nicht, wie das Horen der תרועה, wie שמיעת קול שופר alle die Gedanken zu wecken geeignet ist, die das Grundgewebe unseres huldigenden, fürchtenden und vertrauenden Gottbewußtseins bilden? Schon sofort die einfache Thatsache, daß Gott uns ruft, sagt uns Alles, was uns zu wiffen Noth thut, um uns aus dem Zustande bewußtloser, haltloser und trostloser Unfreiheit in das lichte Bereich der bewußtvollen, kraft- und freudevollen Freiheit durch Gott, zu heben. Der Schofar-Ruf tönt, T h e k i a h,nnd du vernimmst, daß es außerhalb der Natur und außerhalb der geschichtlichen Welt noch eine Jutellst genz, noch Einen gibt, der erkennt und will, der redet und ge-

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