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Jeschurun · 1859-09-01 · Heft 12 (September 1859) · p. 656

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 12 (September 1859)
Article
Kleine Bilder aus der jüdischen Gegenwart
Date
1859-09-01
Page
656 (sequence 9)
Language
German
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656 Kleine Bilder aus der jüdischen Gegenwart. ist die Ursache dieser bitten! Stunde. — Laßt Euch nicht beirren durch dieselbe; harret muthig aus in dem begonnenen Kampfe; saucttvnirt nicht durch feigen Vertrag und Ergebung den Himmelschreienden Verrath. — Freilich wird dieser Mrlth Euch nicht retten von dem augenblicklichen Verderben, denn das Unrecht hat sich gewaffnet mit größerer Macht als die Eure. Aber es ist um Euer und Eurer Kinder Willen, daß Ihr ausharren müsset bis zum letzten Augenblicke. Nur dann hat die Gewalt auch nicht den geringsten Schein eines Rechtes, auf welches sie sich berufen kann; — Raub, Eroberung ist alsdann jeder Schritt, den sie auf der begonneuen Bahn vorwärts thut. Bessere Zeiten aber sendet der Allgütige früher oder später und Er belohnt Die, die in der Stunde der Prüfung sich treu erwiesen. Darum füget Euch nicht den neuen gesetzwidrigen Verordnungen; verwahrt Euch nochmals dagegen im Namen des Gesetzes, im Namen Eures Rechtes. Das Kreisrabbtnat soll Euch zwingen, wenn es so wett gehen will, soll Euch Eur« Synagoge schließen, wenn es das Aeußerste wagt aber nimmei möge cs sich rühmen, auf scheinbar legalem, gesetzlichen Wege, ml Eurer Zustimmung seinen Willen erreicht zu haben." ״Und jetzt lebt wohl. Der Segen Gottes komme über Euä und Er beschirme Euch und Eure Kinder und Eure Häuser mi Seinem gnädigen Schutze!" Der Lehrer hatte seinen-Stab und sein Bündelchen ergriffe! und schritt zur Thür, Jedem die Hand schüttelnd zum traurige! Abschiede. — — — •׳ Wenige Tage nachdem der Lehrer das Land verlassen, erhie' der Kreisrabbiner ein Schreiben des Gemetndevorstandes, in welche! derselbe in ernsten Worten sich über das Verhalten des Kreisrat binats beschwerte, das der Gemeinde ihren Lehrer verjagt Hab Uebrtgcns, hieß eö am Schluffe, werde die Gemeinde nie und niu

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