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Jeschurun · 1859-09-01 · Heft 12 (September 1859) · p. 629

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 12 (September 1859)
Article
Elul
Date
1859-09-01
Page
629 (sequence 7)
Language
German
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629 gst ttht. te en gt tt־ ge en m >lk % s- -g m ls ft «׳ s x ־1 tt r b H 1 s > $ { sammeln, uns von den von den Fremden «nd Entfremdeten aufgesogenen Jrrthümern zu reinigen, auf daß wir dem Jom Hakktpurtm, der uns die Wiedergeburt der Sühne verspricht, nur mit den wiederhergestellten Gesetzestafeln, die unser Wahn zerbrochen, entgegengehen, aus daß Gott auf die erneuten Tafeln uns wieder die alten Worte des alten Gesetzes, die Bedingungen seiner Sühne schreibe — auf daß nicht, wenn der Kalender spricht: חג לד' מחר, ein Fest des Herrn ist morgen! wir von heidnischem Wahn bethört, dem Gottesfest mit heidnischem Sinne entgegengehen und *אלה אלחץ ישראל jubeln, wo uns das Fest zU אלד׳ ישראל וחודתו führen soll. Denn wahrlich über keinen Monat hat die Berührung mit den Fremden und ihren ״religiösen" Ansichten so den Anhauch heidnischer Trübung verbreitet, als über den Ttschri, als gerade über den Monat, der uns mit seinen Institutionen immer wieder und wieder zu dem alten Leben in der alten Gottestrenc verjüngen und mit dem reinen ächten Horebschmnck bekleidet unserm Gotte und seinem Gesetze wieder znführen sollte. Als ob die jüdische» Feste heidnische Feste wären, als ob Israels Gott ein Götze des Heidenthums wäre, der mit Blut zu versöhnen, und in irgend einem stellvertretenden Tod oder Sterben stellvertretenden Ersatz und Genüge für das Eine, Einzige was Noth thut, für die Rückkehr zu dem Gesetze seines Willens und dem Aufbau des Lebens auf dem Boden dieses Gesetzes zu finden beliebe, als ob der Gott des Judenthumes ein Gott wäre, der auch nur in Tempeln und an Altären wohne und nur nicht ganz und gar vergessen sein will, nur doch auch Einmal im Jahre die Genugthüung einer ceremoniösen Huldigung, das Opfer eines in Kasteinng hinstcrbenden Tages fordere — als ob er nicht der Gott des Himmels und der Erde, nicht der Gott des ganzen Lebens, nicht der Gott jeden Pulsschlageö und jeden Athemzuges wäre, nicht sein wahrhaftiges wirkliches Reich in allem unfern Denken und Fuhlen, allem unfern Handeln und Genießen, allem unfern Reden und Thun haben wolle, als ob er nur in unser« Synagogen, als ob er nicht zunächst und zuerst und am bleibendsten und innigsten in unsern Herzen und Häusern, in unfern Stuben und Kammern, in all den Räumen unseres ganzen häuslichen Familien- und Bürger- Lebens wohnen, und erst dort mit unserm ganzen Leben, mit jeder

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