Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 12 (September 1859)
- Article
- Elul
- Date
- 1859-09-01
- Page
- 628 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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628 kümmerung erdulden muß, sonst Ware ja seine Arbeit an ihnen längst j schon vollbracht. Dieses Echo von Sinai hat ihnen einen Gottj glauben und eine Gottreligton, Feste und Religionsbücher gebracht.! Auch das Buch Moschehs haben ste in Händen; allein es mußte den Einen zu einer zu überwindenden und von ihnen überwundenen Vorstufe der ״wahren" — natürlich ״ihrer" — Religion erniedrigt werden und es warfen es die Andern zu den ״Büchern" überhaupt, zu den Erzeugnissen menschlichen Geistes, in denen der Menschengerst seine Triumphe, aber eben nur temporäre, zeitliche Siege feiert. Und nun zu diesen mit menschlichem Wahn den göttlichen Funken trübenden oder den göttlichen Funken zu menschlichem Wahn erniedrigenden Lehren der ״Fremden" hat man unser Volk — in Abwesenheit des Mannes Moscheh — in die Schule schickt, und "während man die mehr als viertehalbtausendjährige Gottesthat des geschichtlichen Israels — diese wahrhaftigste Einleitung zu den Büchern des Alten Bundes — verschmähte, während man die durch das lebendige Zeugniß einer ganzen Nation von mehr als dreitausend Jahren dokumentirte Ueberlieferung des Moscheh selbst — diesen wahrhaftigsten Und einzigen Eommentar zu den Büchern des alten Bundes — verschmähte — holten sich die Lehrer unseres Volkes Einleitung und Eommentar, Anleitung und Begriff ihrer ewigen Mvschehslehre zu den Füßen Derer, denen Jud' und Judenthnm die Ueberwundenen und Gestorbenen gelten und die eben nur auf dem Grabe des Juden und des Judenthums, auf der Antiquirung des alten Moses und seines Gesetzes den Bau uud die Bedeutung des eigenen ״Glaubens" und des eigenen ״Systems" aufzuführen vermögen. Ist es ein Wunder, daß auf diesem Kanal Heidcnthum und das trunkene Jubelgeschret von Antiquirung des alten Moschehgesetzes, von dem ״Verschwinden des alten Moschehs", und von dem Fraternifiren aller ״gebildeten und erleuchteten JsraelUen" mit den andern Völkern im Glauben und Leben bei uns cingezoge», und Churs Schicksal die Einen schreckt und in Temporisiren die Schwäche der Andern ihre Verderben bringende Hoffnung setzt? Und da thäte eS nicht Noth, daß bevor der Ttschri mit seinem Theruah-Rufe, seiner Sühne-Verheißung, seinem Hütten- und Freuden-Feste kommt der Elul-Schofar vorangehe, uns Alle, Aste erst-mahne und warne, uns Alle> Allererst Mfrusr uns zu