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Jeschurun · 1859-09-01 · Heft 12 (September 1859) · p. 625

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 12 (September 1859)
Article
Elul
Date
1859-09-01
Page
625 (sequence 3)
Language
German
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625 | Gur. I im Himmel verknüpft, nur immer seliger uns des Bewußtseins froh gemacht vor seinem Angesichte zu leben, vor seinem Angesichte zu j streben, vor seinem Angesichte zu entsagen und zu sterben, daß jetzt, j wo mit Jahresende sein Schofar uns finden will, er nicht wett zu suchen hat um uns zu finden?? | Ach, wenn je Gottes Volk an diese seine unsichtbaren, aber g ewigen, unsterblichen Boten gewiesen war, wenn je, wie einst am! ersten Ersten-Elul, der Schofar durch das jüdische Lager die Mah-! nung und Warnung zu tragen hatte: lasset euch nicht irren, wenn j der ״Mann Moses" von euch gegangen, wenn kein sterblicher, j sichtbarer Mensch mehr bei euch Gottes Sache vertritt, Gottes! Willen lehrt und euch zeigt wo das Licht und die Gnade, wo das j Ziel eurer Wanderung winkt, — lasset euch nicht irren, wenn in j egyptischem Wahn Erzogene, von egyptischem Wahn Bethörte mitten I unter euch weilen, die euch zum Reigentanz um das Götterthter I laden, — wenn ihr auch nicht wisset, ״was aus dem Mann Moses lj geworden," das Gesetz, das er euch gebracht, die Gottesworte, { die er euch gelehrt, die find ja die "״חיים וקימים , die ״lebendigen I und bleibenden," die sind ja bet euch, die verlassen euch nicht, von | ihnen laßt euch letten, wenn ihr die menschliche Führung in dem j Wege Gottes vermisset — wenn je der Elul-Schofar diese seine! ernste Mahnung an uns zu wiederholen hätte, müßte es nicht unsere j Zeit, oder eine Zeit wie die unsrige sein, der vor Allem zuerst eine;; solche Stimme zu gelten haben würde? —! Wie einst aus unserer Wanderung in der Wüste stehen wir l verlassen, von m e n s ch l i ch e r Führung verlassen und den Zuflüste- ] rungen fremder Elemente im eigenen Kreise preis. ״Männer", j wie sie uns die göttliche Liebe in den schwersten Zeiten der dunkel-! z sten, prüfungsvollsten Jahrhunderten schaffte, in denen das Volk! g den Geist Gottes lebendig erkannte, in deren Mund sein Gesetz J und somit sein Wille sich ihm kund that, und in deren Leben es jj das verwirklicht sah, was es selber zu erstreben hatte, Männer, | die mit Wort und That, wie die Feuersäule in den Nächten und! jj wie die Wolkensäule am Tage vor uns her wandelten aus daß j| wir zu gehen wußten und zu gehen vermochten bei Tag und bei j Nacht, die mit dem Gottesstab des Gesetzes uns sicher durch Fluj then führten, in welchen die stolzesten Nationen ihre Gräber fanden,

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