Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 12 (September 1859)
- Article
- Elul
- Date
- 1859-09-01
- Page
- 626 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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die Mit dem Gesetzesstäb in ihren Händen üns best Mirjämsbrunnen in der Wüste zu graben verstaiiden, verstanden uils mit dem Baume der Gotteslehre den bittersten Trunk zü versüßest, äst der Hand des göttlichen, Gesetzes und der Gotteslehre uns eines jeden Tages froh werden und nicht durch die Sorge des morgenden Tages den gottfrohen Genuß des heutigen Daseins verkümmein zu lasten, — Männer/ die auch den Muth hätten uns entgegenzutreten, wenn wir uns verirrt, den Muth hatten, das goldene Kalb unserer Vergötterung vor unser« AugeN zu zertrümmern und die Kraft, die Ucberzeugung hatten uns unserer Verirrungen inNe zu machen, daß wir in uns gingen und wüßten, Wir hätten den Gottesschmuck vom Horeb verscherzt — solche Männer, wo sind sie? Mehr als je bedürften wir des Mannes Moscheh und der Mann ist von unS gegangen, und wir wissen Nicht wann er wieder kehrtob er wtederkehrt — und die er zurückgelassen, die seine Stellvertreter sein sollten, die statt seiner das Wort der Gottes- Wahrheit und des Gottesgesetzes unter uns vertreten sollten, die Besten unter ihnen liegen entweder wie Chur begraben unter den Steinwürfen ihrer irrcgegangenen Brüder, oder es hat sie Verzagtheit und Schwäche, menchliche Schwäche beschlichen, die von Temporifiren, Nachgiebigkeit, Vermittelung, und wie die friedlichen äusldmilieu-Parole alle heißen, die Rettung der Gottesfäche Und die Erhaltung des Volkes bei der Gottessache erhoffe« und nicht sehen, wie die Wahrheit halb preisgeben, sie ganz preisgeben heiße, wie nur im Gebiete eigener Interessen Nachgiebigkeit hohe Tugend sei, aber zu immer größerem Verbrechen erwächst, je mehr sie Nur auf Kosten anvertrautcr heiliger Güter geübt wird und vollends als schmählichster Verrath da steht, wenn sie den preisgtebt, der eben durch Widerstand zur Besinnung erwachen sollte und wenn sie eben durch ihre Halbheit die Göttlichkeit der Sache selber verläUgnet, deren Anerkennung sie damit retten zu wollen sich beredet. Sie meint durch Concessionen vtndtciren zu können und vergißt, daß ihre Gegner nur die in ihrem Zugeständnisse eingeräumte Verleugnung scceptircn und ihr eben damit mit voller Berechtigung die Befugniß absprcchen auf die Rettung des Theils zu bestehen, dessen Erhaltung sie der Strömung der Zeit i» so hinkender Position abgewinnen zu können vermeint. ״Zst das Eine nicht göttlich, warum