Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 12 (September 1859)
- Article
- Elul
- Date
- 1859-09-01
- Page
- 624 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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seinen Hütten schmückenden, Leben beseligenden Blumen und Früchten des Vertrauens und der Freude, — der Chanuckah-Herold mit seinem Lichtgruß des Makkabäer-Geistes und Makkabäer-Muthes, — der Purim-Herold mit seiner Geschichtsrolle des Judenhasses und der Juden-Rettuiig, — der Peßach-Herold mit seiner Mazzah, seinem Bitterkraut, seinen vollen Kelchen und seiner diese Symbole deutenden Erzählung von Israels Knechtschaft und Egyptens Hochmuth, von Egyptens Falle und Israels Befreiung und Rettung, Erlösung und Erwählung, — und der Schabuoth-Herolo, der zu dem Ziele dieser ganzen Befreiung und Rettung, Erlösung und Erwählung, der zu dem in Feuer lodernden Berge hinführte um uns das Feuer-Gesetz unseres Lebens, das Licht und das Feuer, die Gluth und die Wärme, die Läuterung und Verklärung unseres irdischen Daseins zn bringen, — was sind sie uns geworden, diese Herolde, haben sic uns ruhiger und glücklicher, haben sie uns gei» stiger und muthtger, haben sie uns dankbarer gegen Gott und unser Geschick, unseres Berufes bewußter und opferfreudiger der Erfüllung desselben leben lassen? Und die Herolde mit den siorumhüllten Stäben, die auch die Tage fastender und trauernder Erinnerung bei uns einsührten und das Gedächtniß weckten, wie Alles, was Gott für uns gebaut, durch unsere eigene Verirrungen zu-- sammenstürzte und alle Völkerfreundschaft, alle Tapferkeit und aller Kriegermuth gegen Affurs Pfeil und Roma's Schwcrdt Israel nicht schützt wenn Israel׳ mit Gott den Bund gebrochen und die Tapferkeit des jüdischen Lebens verscherzt —haben diese Herolde mit den störumhüllten Stäben uns vor den eigenen Verirrungen des Tages geschützt, Haben sie uns beherzigen gelehrt, wo unsere Hoffnung graut und wo unsere Verzweiflung beginnt — und die treuen Sabbath- und Neumonds-Herolde, die von Woche zn Woche von Mond zu Mond uns nicht verließen und uns immer neu brachten den Gruß der Gotteshuldtgnng und der Lebenserneuung, ist es ihnen gelungen uns im Bunde mit unserm Schöpfer und auf der ltchtanstrebenden Bahn unserer geistigen und si tlichen Veredlung zu erhalten, hat uns der Sabbathgeist und die Neumondssühne durch alle die Hellen und dunkeln Tage des Jahres geleitet, und hat «ns in Freud und Leid, in Wohl und Weh durch Freud' und Leid, durch Wohl und Weh nur immer inniger mit unserm Vater