Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 11 (August 1859)
- Article
- Villafranca und Kremsier
- Date
- 1859-08-01
- Page
- 613 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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VW, Pr, M. Hirsch,,״ m} -zu errichten möglich, die das Vw-mögen hierzu bereits durch |bet erworben, und die Masse gehet leer aus, und der,Handel j ist selbst mit unendlichen Plackereien und Kümmernissen ver- 4 knüpft.; Wiederum tritt zuerst daS bedauerliche ״Ader" seiner Ghettoj beschtänküng verderblich ein, und macht dem jüdischen Kaufmanne z jn Mähren das erziehende, bildende, beglückende häusliche Leben z zur Unmöglichkeit. Die Allerwenigsten können in ihren Judengassen ihre Nahj rung. finden. Selbst die wenigen Glücklichen, die sich im L>.rt.e erl nähren, können, müssen, doch ihr Kaufgewölbe meist: in, oder doch an I der Christenstadt, haben, und kommen den, ganzen Tqg nicht zu ihrer f Familie. Die bei weitem größere Zahl muß. jedoch ihr Brod ausf wärt-, suchen״ sich zu. diesem Behufe entweder den Aufenthalt an.; einem andern Orte ermöglichen, oder meistens von Markt zu Markte l ziehen, der Mann auf diesen״ die Frau auf jenen, so daß Wochen-, z Monate-, Viertel- und Halbjahrelang oft der Mann nicht seine f Frau, die Mutter nicht Ken Säugling, die Ettern nicht die Kinder l sehen, — Vater und Mutter wandern auswärts umher, die Kinder! find daheim, sich und dem Gesinde überlassen, und kaum an hohen z Festen finden, stch sämmtliche Glieder des Hauses zusammen!! Uns I blutet das׳ Herz, indem wix diese Zustände beschreiben. 99/100 der I jüdischen Seelen in Mähren wachsen ohne das, Antlitz des Paters, il ohne das Auge der Mutter heraus!! \ Fast schämen wir uns hieraust n-och der materiellen Gesetzplakz kereien zu gedenken, die sie, beim Kxämerhandel, Jahrmarkt u. st w. z treffen, wobei noch das Traurige eintritt, daß zwar oft spätere Ver- ] ordyungen sich nnider über Inden aussprechen, nie aber die frühe- | reu Beschränkungen ausdrücklich, aufheben, und es so der Laune jef des, böswilligen Beamten überlassen bleibt, ein vergessenes altes Gesetz j zur Behelligung eines Juden wieder hervorzulangem Herzschneidend ist eS aber, wenn nun die späjern Milderungen | in der Regel ausdrücklich das Motiv an der Stirne, tragen: ״auj Fürsorgk, für die Erwerbs- und; Stenerfähigkeit der Zud e,u״ Also j nicht eine aus Rechts- und Humanitätsgcfühl hcrvorgehende