Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 11 (August 1859)
- Article
- Zur jüdischen Schulfrage
- Date
- 1859-08-01
- Page
- 575 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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von Dr. M. Hirsch. 575 lese«, in deutscher und lateinischer Druckschrift; Lesen des Geschrte- Venen; mündlich und schriftlich Buchstabiren;* **)) Lrseübungen mit sachlicher und sprachlicher Erläuterung der Lesestücke. — Fibel. V. Klasse. a) Deutsche Sprache. 3 Stunden. — Allgemein: Uebung des Sprachgefühls im richtigen Gebrauch der Biegungen des Geschlechts-, Haupt- und Eigenschaftswortes und der einfache» Veränderuugen des Zeitwortes. Speciell: Deklination vollständig, mit Eigenschaftswörtern, bestimmtem und unbestimmtem Artikel. Von den Fürwörtern das persönliche deklinirt und angewendet. Cvmparation. Conjugation. Logische und etymologische Unterscheidung der Haupt- Wörterarten. Die Redetheile mit Ausnahme des Bindewortes. Rektion der gebräuchlichsten Präpositionen und Zeitwörter. Alles Durchgenommene durch mündliche und schriftliche Uebungcn befestigt. b. Deutsche Lektüre. 4 St. — Denkübungcn, 1 St. In dieser Klasse werden keine Bilder benutzt, die Denkübungen vielmehr lediglich an den durch die Lektüre׳-"-) gebotenen Stoff angeknüpft. Es hat sich daher in der Praris häufig gemacht, daß diese Stunden combinirt wurden, und zwar so, daß im ersten Semester, wie das ja auch in der Natur der Sache liegt, das quantitativ geringere Maß der Lektüre desto mehr qualitativ zur Weckung des Geistes, zur Uebnng der Denkkraft, zur Erweiterung oder vielmehr Aufklärnng des kindlichen Gestchtskretses durch eingehendere begriffliche und sachliche Erläuterungen und daran angeknüpfte Gespräche benutzt wird, während im zweiten (Winter-) Semester die so erzielten Fortschritte durch eine Vermehrung des Lesestoffes angewandt und befestigt werden, so daß, abgesehen von der stets im Auge behaltenen L es-eÜbung, diese ö Stunden im 1. Semester vorwiegend Denkübungs-, im 2. vorwiegend Lektür-Stunden sind. Es ist dies eine *) Als erster Anfang des orthographischen Unterrichts. Dieser bietet in süddeutschen Schulen, wegen des weniger fein ausgebilbetm SprachgehörS, wegen vieler in der Aussprache nicht genau unterschiedenen, häufig gar geradezu verwechselter Consonanten und Vokale unvergleichlich größere Schwierigkeiten als in Norddeutschland, und kann nicht früh genug begonnen werden. **) AlLrogge, Elementarcurfus.